Der gute Dom…. ;)

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“Fragt nicht, was euer Land für euch tun kann – fragt, was Ihr für euer Land tun könnt.”

Das war tatsächlich das erste, was mir in den Sinn kam, als ich diese Ansammlung von supertollen und wichtigen Verhaltensregeln las, die man unbedingt beherzigen sollte, wenn man jemals eine halbwegs akzeptable Sub…..

Und eine Millisekunde lang musste ich fast lachen. Bevor mich die Wut packte.

Diese Scheiße, von wiedermal irgend so einem englischsprachigen “Supersub des Jahrzehnts”-Acct gepostet (und Spoiler Alert: nicht wenige dieser Vorzeige-Subs vom Dienst sind erwiesenermaßen MÄNNER. Gefickt eingeschädelt, ne?) ist nämlich ganz genau das Übel, das einem immer und überall begegnet, und was meiner Meinung nach eine nicht zu knappe Mitschuld am von der Bdsm-Sippe still tolerierten Missbrauch von Subs trägt. Missbrauch, der auf diversen Blogs in der letzten Zeit beschrieben wurde. Übergriffigkeit, Missachtung von Grenzen, Nötigung, sexueller Missbrauch, schwere Körperverletzung, Vergewaltigung….und so gut wie nichts wird bestraft, selbst wenn man es anzeigt. Weil man ja hinterher nicht wissen kann, ob die sich freiwillig hat so zurichten lassen, oder doch unfreiwillig. Ihr Perversen wolltet das doch so gnihihi. Freibrief für Arschlöcher. Und dann kommen noch solche Memes dazu, und die machen es echt nicht besser.

Devote Frauen, die vielleicht Anleitung brauchen, oder für ihren Herrn eine möglichst gute Sub (was ja etwas extrem individuelles ist) werden wollen, oder eben gerade die Neulinge im Lifestyle, die besonders verwundbar sind, bekommen durch solchen Kram die ganze Zeit eine Mini- Gehirnwäsche verpasst.

Wenn du eine gute Sub sein willst, dann sagst du zu allem, was dein Herr will Ja und Amen. Super, mal kurz TPE verpasst bekommen.

Wenn du eine gute Sub sein willst, dann gehorchst du ihm in allen Aspekten, die er eben wünscht, und wenn er denkt, dass du Strafe verdient hast, dann schluckst du die Kröte ohne Widerrede. Super, ein Freibrief für den Herrn zum oppositionsfreien Durchregieren, und obendrauf die Carte Blanche fürs Vertrimmen nach Gusto.

Wenn du eine gute Sub sein willst, dann mach dir klar, dass das viel Arbeit ist. Emotional, mental, sexuell. Sei dir sicher, dass du der Herausforderung gewachsen bist. Super, weil man als Neuling ja auch ganz genau weiß, worauf man sich einlässt. Aber ist ja auch wurscht, weil am besten rödelt man Tag und Nacht, es dem Herrn kuschelig zu machen, und Rechte oder Diskutieren oder Erwartungen oder das Gefühl, auch wichtig zu sein, gibt es ja eh nicht. Und wenn du es nicht schaffst, dich bis zum Brechen zu verbiegen für ihn, oder wenn du nicht jeden Wunsch erfüllen kannst, dann biste halt einfach (noch) nicht gut genug. Deine eigene Schuld. Musst dich halt mehr anstrengen.

Schon bequem, so ein Dom zu sein.

Aber halt…wo sind eigentlich die vielen Millionen von hübschen Twitter Posts und Memes mit den ehernen Regeln, die man als Dom gefälligst zu befolgen hat?

Oh. Finden wir irgendwie fast nie. Komisch. Naja, dann helfe ich doch gerne mal aus:

Du willst ein guter Dom für deine Sub sein? Die sich schließlich in deine Hände begeben hat, im Vorschuss-Vertrauen darauf, dass du es nicht versaust?

Wenn du ein guter Dom sein bzw werden willst:

bist du dir darüber im Klaren, dass das viel Arbeit ist. Mental, emotional, sexuell. Schaffst du das auch überhaupt alles?

bist du nicht apathisch oder zögerlich. Lass dir immer anmerken, dass du im Saft stehst, und zu 100% Bock auf bdsm und deine Sub und all ihre Anliegen hast. Mach sie stolz, deine Sub zu sein. Hopp, hopp.

versuchst du in jeder Sekunde deines total auf bdsm ausgerichteten Lebens, ein guter Partner für deine Sub zu sein, und tust alles Menschenmögliche, und das Unmögliche bitte auch, um dies zu schaffen. Das heißt vielleicht, dass du liebgewonnene oder gewohnte Verhaltensweisen, Hobbies, Jobs, Freundschaften, und persönliche Freiheiten aufgeben musst, aber hey, ohne Fleiß kein Preis.

bist du dir im Klaren darüber, dass du dich immer so zu verhalten hast, dass deine Sub sich für dich nicht zu Tode schämen muss. Nicht, dass sie von Leuten gefragt wird “was is’n DAS für einer???” , wenn du mal wieder den arroganten, dominanten Schlaubischlumpf auf Parties raushängen lassen musstest. Küsschen.

versuchst du nicht, Vereinbarungen auszuhebeln, oder irgendwelche krummen Touren, um deinen Willen zu kriegen.

gibt es die beste Antwort auf Fragen oder Wünsche deiner Sub per se nicht. Aber kümmere dich um adäquate Kommunikation, und erzwinge nicht Blanko-Zustimmung für deine Meinung.

denkst du immer daran, dass du dazu da bist, zu geben und zu nehmen, nicht nur zu nehmen, und nach dir die Sintflut.

denkst du proaktiv mit, was deine Sub braucht, und kümmerst dich darum. Wieso? Siehe letzter Punkt, Chef.

erklärst du deine Regeln, und lässt deine Sub wissen, was dir wirklich wichtig ist. Bestrafe sie nicht für irgendwelchen Mist, den sie nicht wissen konnte. Oder weil du nen schlechten Tag hattest. Oder für Dinge, für die einfach keiner was kann, auch nicht sie. Sonst musst du dich nicht über Unwillen und Diskussionen wundern.

bemühst du dich immer, jede Sekunde, um einen gepflegten, wohlriechenden, ansprechenden Körper. Deine Sub hat auch ne Nase und Augen. Sport, gesundes Essen, Mani-Pedi, gut rasiert, wohlduftend, saubere Zähne, ein Besuch bei der Kosmetikerin hat noch keinem geschadet. Keine Zeit? Musst halt besser planen. Ach ja, gute Klamotten inkl Dom-Anzug sind eh klar. Aber ein gut geschnittener, bitte. Deine Sub will ja nicht mit ner modischen Krücke raus.

Ein guter Dom will besitzen, spielen, ficken, und kontrollieren. Immer. Schwache Tage, zuviel Arbeit, anderweitige Sorgen, Alltagsgedöns….alles unwichtig.

Wer ein guter Dom sein will, der schafft das schon, ne?

Und? Wie schmeckte der Ausflug in die Welt der starren, güldenen, dominanten Pflichten? Ich bin ja nachsichtig, und weiß, dass ein Spielpartner noch einen Alltag und ein Leben außerhalb bdsm hat. Bei den Verfechtern und Autoren dieser a good sub…Memes und Blogs und Accts beschleicht mich allerdings der Verdacht, dass die das ernst meinen.  Und das ist…. Autsch.

 

 

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Aftercare

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DAS ist das, worüber nie einer schreibt. Kaum einer spricht. Was nicht in gifs, nicht in den hübschen bdsm-Bildchen auf Twitter, und nicht in Pornos vorkommt.

Und dabei ist es so, so wichtig.

Aftercare bedeutet die Fürsorge, die man dem Partner oder der Partnerin NACH dem Sex, nach dem Spiel, nach der Session, nach den erlittenen Schmerzen, nach dem Gang an die Grenzen angedeihen lässt. Meist eher der dominante dem devoten Part, aber auch andersrum ist es natürlich möglich, bzw gegenseitig, je nach Bedarf. Und ich rede nicht von “kannst gern noch duschen, willst noch n Kaffee?”

Es gibt sicher Leute, die auf Aftercare verzichten können. Und manchmal ist eine Session oder ein Spiel vielleicht so soft, oder man ist selbst in so einer “hart-im-Nehmen-Verfassung”, dass man ohne auskommt. Oder man kompensiert daheim mit einem tollen Essen Marke “Soul food”, und mit leckerem Wein ( für mich ist eine Dusche und Kuschelklamotten, und warmes Essen mit vielen Carbs, oder was würziges, Indisch vielleicht…ganz wichtig, um so ein Treffen ausklingen zu lassen, wenn ich wieder allein bin)

Aber generell ist Aftercare einfach fundamental. Zumindest für mich. Und ohne ist eine Session irgendwie ohne Abschluss im besten Fall, aber bringt das Gefühl von Vernachlässigung oder Gleichgültigkeit von Seiten des Partners im schlimmsten Fall. Und das kann in einem seelischen Absturz resultieren, und das ist nicht schön.

Eine Session ist für mich immer auch eine gewisse Überwindung. Man zeigt sich dem Spielpartner völlig nackt in vielerlei Hinsicht. Man lässt die Schlampe raus, die im Alltag weggepackt ist. Man tut Dinge, an die man normalerweise gar nicht denken würde, oder möchte. Man ist ausgeliefert, ohne Kontrolle, kann nicht bestimmen, was passiert. (Ja, ich weiß, das ist es, was man will. Trotzdem ist das Überwindung, und beinhaltet auch etwas Angst) Man ist vielleicht gefesselt. Man durfte kommen. Man durfte nicht kommen? Man musste viel zu oft kommen? Man ertrug Schmerzen, und die unterscheiden sich halt in Intensität, und im Empfinden. (Ja, ich weiß auch, dass man da schließlich drauf steht. Und trotzdem sind es nunmal Schmerzen. Und die machen mürbe.) Vielleicht wurden sie als heftig wahrgenommen. Vielleicht WAREN sie heftig. (Ich glaube, zu dem Thema ist auch mal ein separater Eintrag fällig. Knoten ins Hirn gemacht.)

Man wird in einer Session jenseits der Kennenlernphase aus seiner Komfortzone rausgezerrt. Gefesselt, ins tiefe Wasser geworfen, und muss darauf vertrauen, dass der Partner einen nicht absaufen lässt. Und dann gehört es halt auch dazu, dass der Partner einen wieder rausfischt, losbindet, abtrocknet, und wieder in trockene Klamotten steckt. Man lässt Leute einfach nicht nass und nach Luft schnappend am Beckenrand liegen und geht.

Es kann sein, dass in einer Session alles an Stress, Lust, Geilheit, Traurigkeit, EMOTIONEN EBEN, was aufgestaut war, rausbricht. Es ist eine emotionale Ausnahmesituation mit wilder Hormonausschüttung, vielleicht schafft man es sogar in den Subspace, zum “Fliegen”. Mit den andauernden Schmerzreizen dazu heulst du vielleicht die halbe Session Rotz und Wasser. Der Zwiespalt zwischen deinem Kopf, der vom Schmerz längst die Schnauze voll hat und weg will, und deiner Pussy, der das ganze augenscheinlich gefällt, ist heftig. Ein bis mehrere markerschütternde Orgasmen geben dir den Rest. Du bist wie ein rohes Ei. Und zwar subjektiv. Unabhängig davon, wie hart der Fick, wie rot der Arsch, wie schlimm die Striemen wirklich, objektiv, sind bzw waren.

Wenn der Partner dann danach weder ein Lob, noch Kuscheln oder Streicheln, noch emotionale Nähe übrig hat, dann schlägt die Entspannung schnell um in das Gefühl des Ungeliebtseins. Dann fühlt man sich benutzt, und zwar auf die ungute Art. Dann beschleicht einen das Gefühl, dass der Partner nur einen Egotrip fährt, und man ihm wohl wurscht ist. Dass das Gleichgewicht zwischen Geben und Nehmen nicht stimmt.

Das kann natürlich eine Überreaktion sein. Oder eine unabsichtliche Nachlässigkeit von Seiten des dominanten Partners. Eine Fehleinschätzung der Lage. Nur, wenn das wiederholt passiert, und man immer benutzt und allein gelassen wird und aus dem anderen Zimmer schallt “kannst gern hier duschen. Kaffee?” während du noch heulend auf dem Bett liegst und deine Knochen sortierst, dann ist das Scheiße. Und auf die Dauer ein unverzeihlicher Beziehungskiller.

Also, wie gesagt, es gibt sicher Leute, denen Aftercare gar nicht wichtig ist. Solange ihr das aber nicht wisst….kümmert euch. Seid nett, nehmt den anderen in den Arm. Lobt ihn oder sie. Bitte.

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Warum ein “Dom”?

Gute Frage. Ist jetzt wieder ganz subjektiv, natürlich.

Mein Eindruck ist, dass diese Männer, zumindest, wenn sie sich selbst gefunden haben, sicher in ihrer Rolle sind, und eine gewisse Erfahrung haben. Einfach selbstbewusst sind und Ausstrahlung haben. Charisma. Ein Wolf im Anzug, ein Raubtier in Jeans. Kontrolliert, so lange es sein muss. Sie sind sich aber ihrer Natur sehr bewusst, und nicht im geringsten scheu, das durch Worte, Blicke, und Taten auch zu zeigen.

Ich mag Männer, die Männer sind, ohne sich von #metoo und Feminismus verschrecken zu lassen. Die sich -einvernehmlich- nehmen, was sie wollen. Ohne 4 Wochen voll Dates vorher, und Rumgeeiere mit Küssen und der Frage, ob die Hand heute schon auf den Busen oder den Hintern darf.

Mich machen Dates an, wo gleich klar ist, dass die Chemie stimmt, und wo man sich eventuell gleich auf ein kleines Spiel einlässt. Vielleicht mag ich auch, wenn das ein bisschen nach “Gefahr” riecht, nach Challenge, nach dem Unbekannten.

Beispiel gefällig? Wer kennt sie nicht, die Szene in FSoG, keine Ahnung welcher Teil, wo er ihr Höschen haben will, im Restaurant, und sie es möglichst unauffällig runterstreift und ihm übergibt? Sowas zu lesen machte nachweislich zig Millionen Frauen an, befeuerte das Kopfkino und sorgte für feuchte Höschen rund um den Globus.

Tja, und mit einem Dom kann das eben Realität sein, und ist nur eine allererste kleine Übung. Zum Warmwerden. Ein Dom fragt auch nicht lang, ob du eins trägst. Der langt vielleicht einfach unter den Tisch und fasst dir zwischen die Beine. Ohne mit der Wimper zu zucken und ohne viel Federlesens. Mit anschließendem “Ok. Runter damit.” Da kennst du ihn – in Persona – vielleicht 30 Minuten, oder weniger, und darfst schon gucken, wie du das Teil im Sitzen möglichst unauffällig loswirst. Vom Kampf gegen den hochroten Kopf und das Gedankenchaos mal abgesehen.

Es gibt jetzt Frauen, die so jemandem eine scheuern würden. Oder gehen. Oder das absolut unmöglich finden. Vielleicht wären das sogar die meisten. Glücklicherweise kommen bei Dom + interessierter, devoter Frau idealerweise zwei Menschen zusammen, die über eine sehr sexuelle Natur verfügen, und mühsam gezügelte Lust. Und die genau wissen, wo das noch hinführen kann. Und wenn zwei solche Menschen aufeinander treffen, und die Chemie stimmt, dann kann das zu wahnsinnig geilen, erfüllenden Sexerlebnissen führen. Egal, ob mit oder ohne irgendeiner Art von Schmerzspiel, oder sonstwas.

Ein “Dom” steht halt immer für Wahnsinns-Sex, etwas Gefahr, das “Zeigen, wo’s lang geht”, und sexuelle Abenteuer mitten in deinem Kopfkino. Ob es stimmt, ist die andere Frage. Aber die echten, erfahrenen, guten Doms…die neigen meiner Erfahrung nach auch dazu, zu liefern. Vielleicht mehr, als du verträgst. 😉

Und ich steh halt auf all sowas. Wenn ich auch mitunter eher schockstarr bin oder ne elend lange Leitung habe, weil mein Kopf denkt, er muss sich sicher verhört haben gerade 😂😎. Aber ein guter Dom versteht auch die anfänglichen 1000 Fragezeichen im Gesicht.

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Zwischen Submission und Wunschzettel. Oder so ähnlich.

Der @EmEmBDSM hatte mich gebeten, auch meinen Senf zum Thema Submission dazuzugeben. Aus “Fachkraft”-Sicht, wie er das nennt.

Ich denke schon, dass ich devot bin. Sogar sehr. Aber irgendwie… nicht allumfassend. Na ja, lest selbst. Das hier wird ein höchst persönlicher und sehr subjektiver Gedankenspaziergang, und es könnte sein, dass ich da in diverse Richtungen abschweife unterm Schreiben. Aber im Endeffekt wird dann schon wieder ein Schuh draus. Also just hang in there…

Tja, wo fang ich an…Ich stimme zu, dass Submission überall im Alltag vorkommt, wo bestimmte Leute eben so gepolt sind, dass sie sich eher zurücknehmen, und Dinge für andere Leute tun. Ganz ohne sexuellen Bezug. Einfach, weil es sie glücklich macht, wenn es dem anderen irgendwie dadurch gut, oder besser als vorher, geht. Und ja, man tut oft Dinge, ohne eine Gegenleistung zu wollen dafür. Oder ohne Erwartungen an den anderen. Einfach so.

Und ich bin ja auch nicht beruflich im Dienstleistungsgewerbe, weil ich Menschenhasserin bin (obwohl man mit den Jahren, und der Anzahl der Idioten und Unsympathen, mit denen man sich abgeben muss, durchaus dazu werden kann), sondern weil ich es mag, Leuten zu helfen, ihnen eine schöne Zeit zu schenken, und dafür Lob, Geld und im Allgemeinen echt gute Bewertungen zu kassieren. Ist also der grundsätzlichen Motivation im Bdsm bzw D/s nicht SO unähnlich. Hat aber hier wie dort eben auch Grenzen. Und -Achtung!- auch einen gewissen Eigennutz als Motivation. Hier das Geld (schließlich lebe ich davon, und Ruhm und Ehre kann man nicht essen). Und dort, in meinem Bdsm, meinen Ausgleich zum Alltag (wo ich immer noch Chefin bin, und die Verantwortung für einfach Alles trage). Meine Auszeit.

Inwiefern das “Teilzeitsub sein”, oder “Erlebnissexualität” ist, weiß ich nicht. Ich bin ja in keiner TPE 24/7 – Beziehung, und könnte das auch nicht. Weder “logistisch” noch seelisch. Mein Leben würde es mir gar nicht erlauben, mich völlig nach einem Dom und seinen Regeln oder Wünschen auszurichten, und ich bin auch in vielerlei Hinsicht zu eigensinnig und zu selbstbestimmt, um uneingeschränkte Kontrolle zu erlauben. Ich weiß nur, dass ich ohne Bdsm und das Gefühl, eben “unten” zu sein, nicht mehr kann. Ich bin dann rastlos, nörgelig, depri, und unzufrieden mit mir und der Welt, und merke das selbst. Da helfen keine neuen Schuhe, kein tolles Essen, kein Besuch beim Frisör, kein Nachmittag mit der Besten. Nur eine Session kann das ändern, und zwar inklusive Schmerz und dominiert werden. Wenn das eine Weile gar nicht möglich ist, dann geh ich innerlich wirklich auf dem Zahnfleisch.

Um ohne all das sein zu können, bin ich eben doch zu devot und zu maso.

Allerdings, wie schon oben erwähnt, ist meine Submission weder völlig uneigennützig, noch ohne Forderung nach Gegenleistung/Belohnung/Dank, noch allein getragen von dem Wusch, zu dienen um des Dienens Willen.

Ja, das schon auch. Ich bin natürlich stolz wenn mein Dom/Spielpartner/Herr zufrieden mit mir ist. Wenn es ihm gut geht. Wenn er auch seine Befriedigung aus dem Treffen mit mir ziehen konnte. Je mehr, desto besser. Klaro. Ich bin ja nicht selbstsüchtig. Das ist was anderes.

Trotzdem, und ich kann die gestrengen Superdoms schon verächtlich schnaufen hören (und es ist mir VÖLLIG wurscht), ich bin submissiv in erster Linie für MICH. Weil es MIR gut tut. Weil es mich glücklich macht. Weil ich es brauche. Es ist eine willkommene Abkehr vom Alltag. Eine Oase, wo ich Ruhe finde, loslassen darf, wo der Gang an die Grenzen Entspannung, Ausheulen können, einen ausgeschalteten Kopf, einen Reset-Knopf bedeutet.

Und in den paar Jahren, in denen ich jetzt Bdsm aktiv betreibe, und in denen ich immer wieder zwangsläufig neue Männer treffen musste auf der Suche nach jemandem, der zu mir passt (Oh! Noch so eine komische Aussage!!! da kommen wir gleich darauf zurück), habe ich genug erlebt und bin mehr als einmal auf die Fresse gefallen, leider.

Deshalb kann ich für mich persönlich die vor allem von Doms gern gebrachte These, dass Submission nun mal gibt, weil das eben ihr Naturell und ihre Bestimmung ist, und dafür weder Dank noch Gegenleistung beansprucht, noch zu beanspruchen hat (denn das könnte ja als Wunschzettel ausgelegt werden), nicht kommentarlos und umfassend abnicken.

Für mich bedeutet eine gelungene Spielpartnerschaft genau wie eine echte Liebesbeziehung ein ausgeglichenes Geben und Nehmen. Das gilt für Vanillas genauso wie für Bdsmler. Ich meine damit nicht unbedingt während der Session. Oder während des O-Wochenendes im organisierten Kurzurlaub. Da können die Waagschalen sehr ungleich befüllt sein. Obwohl selbst dort auch die Sub was vom Wochenende hat, oder aus dem Spiel ihre Befriedigung ziehen kann. Aber spätestens danach muss der dominante Part eben was zurückgeben. Ob das jetzt Gefühle, Kümmern, auch einen Gefallen tun, im Alltag helfen, wenn man ihn braucht, oder Kopfkino-Leistungen sind, sei dahingestellt.

Ich hole jetzt mal weiter aus:

Es fängt schon bei der Auswahl des Doms an. Ich glaube nicht, dass es dauerhaft gut laufen kann, wenn man zB 50% Passung hat, und der Rest des Neigungsbogens driftet stark auseinander, aber Submission ordnet sich ja schließlich unter, und hält aus, und verbiegt sich für Dominanz, bis sie sich fast das Kreuz bricht, nicht wahr? Nö. Ich sehe nicht ein, dass ich mich andauernd unterordnen soll, aber kein Entgegenkommen des Doms sehe. Verhandlungen sind dazu da, um Kompromisse zu finden. Sprecht mir nach : KOM. PRO. MISS. Das Ding, mit dem beide zufrieden sein können. 70 -30. 60 – 40. Aber nicht 100 – 0. Sonst kann man die Verhandlungen auch gleich bleiben lassen.

Und innerhalb einer wie auch immer gearteten Beziehung achte ich inzwischen schon auch darauf, dass anfängliche Versprechungen und die Realität nicht ZU weit auseinanderklaffen. Und das würde ich auch jeder anderen Sub raten. Man hat nur dieses eine Leben (wahrscheinlich), und man wird nicht jünger.

Vielleicht habe ich einen Wunschzettel. Ich nenne es eine mentale Liste der Sachen, die ich furchtbar gerne erleben will, bevor ich noch viel älter und noch viel grauer bin. Mein Kopfkino, zumindest der Teil, der wahr werden dürfte. Und den umzusetzen ich mich allein nie trauen würde, oder halt einen Partner in Crime dazu brauche.

Ein ganz einfaches Beispiel: Sagen wir, ein Sexerlebnis, das ich unbedingt einmal haben will, ist ein MMF mit meinem Spielpartner und einem anderen Mann. Ob jetzt hart, mit Seil gefesselt, von Beiden geschlagen, als Entführungs-, oder rape play-Szenario, oder soft, mit Kerzen, Champagner, weichen Lederfesseln und Augenbinde, ist hier unerheblich. Es geht ums Prinzip. Wenn ich jemandes Sub werde, und er weiß aufgrund unserer Verhandlungen und Gespräche von meinem Traum (und seid versichert, würde es wahr, ich wäre zuerst mal schockstarr wie ein Reh im Scheinwerferlicht) und ich warte und diene und verbiege mich monatelang. Und es kommt….nix. Nicht mal eine Play Party mit ein bisserl angegrapscht werden. Gar nix eben. Und dann fasse ich mir nach langer Zeit ein Herz und spreche die Thematik an, und dann kommt die Absage, weil “er seine Sub nicht voll mit dem Schlabber anderer Leute will”. Dann ist das Bockmist. Oder eine Sub bekommt bezüglich Ausbildung und D/s das Blaue vom Himmel herunter versprochen. Und Monate später bringt der interne “Kassensturz” gerade mal 20%, umd grenzenlosen Frust.

Leute, ich bin 43 Jahre alt. Ich gebe gern, ich bin devot, ich diene gern. Nichts macht mich so scharf, wie ein ( auch verbal) deutlich spürbares Dom-Sub-Gefälle. Ich habe mich bis dato ganz gut gehalten, denke ich. Aber ich habe trotzdem keine Jahre an Leute zu verschwenden, die meine Kinks, meine Träume, meine Bdsm-bucket list – ja nennt es nur Wunschzettel – nicht wahr machen können, oder das gar nicht wollen.

Submission sollte meiner Meinung nach SEHR genau darauf achten, dass eine Hand die andere wäscht, dass kein dauerhaftes Ungleichgewicht herrscht, und dass sie für ihre Hingabe auch innerhalb eines zeitlich angemessenen Rahmens eine gewisse Belohnung erhält. Auch wenn sie noch so gern dient und gibt. Oder vielleicht gerade deshalb. Weil sie davon lebt, dass sie Lob bekommt. Ein Feedback.

Vor allem, wenn ein Halsband im Raum steht. Darüber hab ich gestern einen Tweet gemacht. Probiert euch erst aus, ergründet eure Submission, und was für EUCH passt. Nicht für einen Dom, und sei er noch so toll. Für EUCH. Sonst ist es wie viel zu früh, womöglich noch als Jungfrau, heiraten, und zack, game over. 

Kann klappen. Man kann ja auch im Lotto gewinnen. 😉

Finde ich halt so.

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Quo vadis und all sowas.

Ich saß neulich, am ersten Abend seit Menschengedenken, an den ich mich als “ab 21 Uhr frei und ohne noch zu erledigende Dinge” erinnern kann (und wir reden von vielen Monaten) auf der Couch. Passenderweise bei Shades of Grey Teil 2, den es endlich für lau auf meinem Prime zu gucken gab, und auf den ich seit zig Monaten neugierig war (ja, ich hab ihn geguckt. Und war schon schlechter unterhalten. Ich find ihn gar nicht SO übel. Nettes, laues, romantisches Hollywoodkino, null Denkleistung, gerade recht neben Kuscheldecke, Rotwein, und Blog). Und so brütete ich über einem tagebuchähnlichen Eintrag für eben diesen.

Und während die zwei Turteltauben im Popcorn-Movie über den 2. Anlauf miteinander, und ihre Beziehungsform und Zeugs diskutierten, fragte ich mich – nicht zum ersten Mal in den letzten Wochen und Monaten – mich unterspielt, unterfordert, unterliebt fühlend:

Was will ich eigentlich?

Also, in Bezug auf Männer, bdsm, D/s und so weiter.

Das ist nämlich gar nicht so einfach, Herrschaften. Es ist ja nicht so, dass ich jung, frei, unabhängig bin, und mal kurz alles fallen lassen und im Escala einziehen könnte. Oder sonstwo. Mein Leben, meine Arbeit, und meine Umstände sind kompliziert und beziehungsfeindlich. Und ich knabbere immer noch mehr als mir lieb ist, an der letzten zerbrochenen (Spiel?)Beziehung, auch wenn ich inzwischen Gott sei Dank längst meine Knie saubergemacht, ein Pflaster auf meinen Stolz geklebt, und mein Krönchen wieder gerade gerückt habe.

“Trau keinem Mann weiter, als du ihn werfen kannst.”

Bis dato ein unglücklicherweise wahrer Spruch, der sich auch auf Twitter allein in den letzten Wochen 4x bewahrheitet hat unter meinen britischen und amerikanischen Followern, die real life Beziehungen mit Halsband, Zusammenziehen, sogar Ehe hatten, und wo jede einzelne dieser devoten, sich augenscheinlich nach Leibeskräften einbringenden Frauen am Ende belogen, hintergangen, beschissen, fallengelassen oder aufs Abstellgleis gestellt worden ist, was sehr viele Tränen und sehr direkte Tweets nach sich zog.

Ich bemerke zwischenzeitlich jedenfalls Veränderungen in meiner Denke, und in meiner Zielsetzung. Vielleicht ist mein devot nur einfach gerade aus. Bzw, meine Toleranzgrenze für Bullshit extrem niedrig geworden. Was für mich als eigentlich monogamen, treuen, eher passiven bzw veränderungsscheuen Menschen, der sich selbst nie wichtig genug genommen, und andere (Männer! Doms!!) immer (vielleicht viel ZU) wichtig genommen hat, eine monumentale Sache ist.

Nun, mich beschleicht halt das Gefühl, dass Monogamie bzw Treue bzw EINEN Partner zu haben auf der einen, und Bdsm bzw D/s auf der anderen Seite für die allermeisten Männer anscheinend nicht zusammengehen.

Und wenn dem so ist….dann werde ich mich wohl anzupassen haben. Allerdings gilt das dann für alle Beteiligten.

Einseitige Exklusivität gibt es mit mir nicht mehr.

Und wenn das bedeutet, dass ich nie ein Halsband haben werde, welches ich mir nicht selber kaufen muss, dann ist das eben so. Ich habe lang genug keins bekommen, obwohl ich alles gegeben habe, was mir möglich war, also Scheiß drauf. Dann eben nicht. Ja, ich kann auch bocken, in Selbstmitleid verfallen, stur und ungerecht und rundumschlagend sein. Das ist kein Privileg der Herren.

Im Zuge einer reinen Spielbeziehung, wo das Herz meines Spielpartners über Fickfreundschaft hinaus nicht dabei ist, und wir uns alle 2, 3 Wochen oder mehr mal sehen, kann ich mich anpassen, und mein Herz ebenfalls nicht öffnen. Denn wenn nur ICH es öffne, und Zuneigung entwickle (und dazu neige ich bei regelmäßigen Spielpartnern, bei denen ich mich wohlfühle), oder mich womöglich verliebe, und ER mich nur als wie gut auch immer befreundeten, devoten Zeitvertreib sieht, womöglich neben ein paar anderen Frauen…was werde ich dann davon, außer unglücklich? Eben.

Dann ist es meiner Meinung nach aber auch total vermessen, von mir zu erwarten, dass ich mich hinsetze und auf ihn warte, und so mein Leben verbringe,tick-tock, während er mit anderen Leuten spielt, ohne mich auf Parties geht, und daheim womöglich noch eine “echte” Partnerin hat, mit der er sein Leben und seine Liebe teilt. Sorry, mach ich nicht. Dann treffen wir uns doch locker, mögen uns, spielen, ficken, und nehmen uns jeweils von verschiedenen Leuten, was wir brauchen. Das kann er, aber das kann ich auch. Alles fein, solange es ehrlich, kommunikativ, und für alle Beteiligten offen geschieht. (Wenn das NICHT offen geschieht, dann sind wir gleich wieder mitten in meinem letzten Blogeintrag “die Sache mit der Treue”. Und da wollt ihr mit mir jetzt wirklich nicht hin, glaubt mir.)

Im Zuge einer echten Liebesbeziehung ist es mir sowieso nicht möglich, den Menschen, dem ich mein Herz geöffnet habe, mit anderen Leuten dauerhaft zu teilen. Party, Club, Event? Gerne. Aber ansonsten nur wir zwei. Man könnte jetzt darüber referieren, ob ich zu unsicher, eifersüchtig, engstirnig bin um die Schönheit der Polybeziehung zu erkennen. Piep piep piep wir ham uns alle lieb.

Was soll ich sagen? Es gibt Leute, die darin aufblühen. Ich nicht. Nee sorry, nix für mich. Und wenn das “zu Zweit” nicht zu machen ist, dann bleibt derjenige halt Spielbeziehung und ich wehre mich dagegen, ihn in mein Herz zu schließen, was bedeutet, dass ich mich emotional natürlich nicht voll öffne.

Ideal ist das nicht, und das weiß ich auch. Wirkliches D/s, wie ich mir das so rosig vorstelle, ist ohne tiefe Zuneigung auch nicht so wirklich möglich. Aber was soll man machen, wenn man immer nur poly Männer findet, und noch froh sein muss, wenn man das wenigstens von vorne herein weiß, und nicht stattdessen hintergangen oder verarscht oder betrogen wird?

Vielleicht ist es mir bestimmt, allein zu bleiben, und mir einen Freundeskreis im Lifestyle aufzubauen, und mich mit verschiedenen Leuten zu treffen. Ein kinky Vanilla hier, der kommuniziert, und so viel Aftercare und freundschaftliche Zuneigung und Kümmern rüberwachsen lässt, dass sich so manche alten Hasen und selbsterklärte Super-Doms eine dicke Scheibe bei ihm abschneiden könnten, und der Zugang zu privaten O-Parties hat, der aber bei Weitem nicht dominant genug für mich ist. Ein eher sadistischer Dom da? Ein Seil-Interessierter dort? Ein klassischer Dom mit Liebe zu D/s-Kopfkino da drüben? Lockere Freundschaften, ein Paar mit Zugang zu einem Spielkreis mit privater Venue?…es gibt viele Wege nach Rom.

Aber das, was ich eigentlich will, wäre bzw ist das alles nicht. EIGENTLICH will ich eine Liebes-Beziehung anstatt einer Spiel-Beziehung. Eigentlich will ich einen Partner-in-crime, der jenseits des Ficks für mich da ist. Einen, der nicht immer nur fordert und nimmt, sondern auch gibt. Keine Diamanten und Helikopterflüge, aber Rückhalt, Zuneigung, starke Arme. Einen, der keine für mich unerfüllbaren Alltagsregeln aufstellt, und sich Kontrollgebaren über no-go-Areas anmaßt, anstatt sich um unser D/s und mein Kopfkino zu kümmern, wo er Kontrolle ausüben dürfte, soviel er will. Es geht mir nicht darum, zusammenzuleben, und ich brauche definitiv weder einen Ernährer noch einen Ersatzpapa für die Kids. Aber ein PARTNER wäre schön. Der genauso versaut ist wie ich, bzw noch wesentlich mehr. Der den Spagat zwischen Stino-Stunden bei Kaffee und angeregter Unterhaltung, und dem heißgeliebten Gefälle binnen Sekunden schafft. Mit dem ich durch die Türe geh, um mich 1 Sekunde später an die Wand gedrückt, mit eisernem Griff im Nacken und seiner anderen Hand zwischen meinen Beinen, wiederzufinden. Der sich auf mich freut, wenn ich zu ihm fahre, und mir das auch sagt. Der mir das Gefühl gibt, dass er stolz darauf ist, mich zu haben. Der die dreckige kleine Schlampe raus zu locken und zu führen weiß, und mir sagt, wie sehr er es liebt, dass ich so ein kleines Fickstück für ihn sein will. Der mich fordert. Der mich fördert. Der mich dabei weder kaputt macht noch überfordert. Der das hält, was er verspricht. Der kommuniziert. Der mich nicht unsichtbar hält, als müsste er sich für mich schämen, sondern öffentlich zu mir steht. Der mir sein Halsband gibt, und stolz ist, dass ich die seine bin. Weil er mich mag, und froh ist, dass er mich hat, und keine jüngere, dünnere, devotere, einfachere, unkompliziertere, doofere will. Sondern MICH. Mit Haut und Haaren. Punkt.

DAS ist es. 

Und wenn ich das nicht kriegen kann, dann kann ich leider auch nicht mein ganzes Herz und mein ganzes Seelenleben öffnen. Sondern nur ein Stückchen Herz, und meine Seele soweit das eben nötig ist, um mein bdsm auszuleben, und ansonsten nur meinen Mund und meine Beine. Aber das reicht den meisten Männern im bdsm ja anscheinend sowieso…

 

 

 

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Die Sache mit der “Treue”

Nun denn. Es gibt auf Twitter so eine ganz bestimmte Dame, die über ihre Treffen mit -oft genug- eigentlich gebundenen Männern berichtet. Ohne Schuldgefühl, ohne Bremse und ganz offensichtlich auch ohne Licht.

Die immer beiläufig erwähnte Tatsache, dass der Sexpartner eine Frau zu Hause hat, und alles geheim bleiben soll, weil sie ja keine Beziehung zerstören will, bringt mich sowas von auf die Palme, dass ich hier mal allgemein was loswerden muss, damit ich nicht noch platze. Glaubt mir, das wäre kein schöner Anblick.

Nennt mich verknöchert und spießig. Mir wurscht. Ich habe, bei allem Potential zur Schlampe (die gute Art) einen ziemlich fein eingestellten Moralkompass, einen extremen Gerechtigkeitssinn, und für Schlampen (die miese Art) absolut kein Verständnis. Zero tolerance.

Ich seh’ die Sache mit dem Sex, dem Rumficken, der Treue so:

Ich glaube nicht, dass eine monogame Beziehung der Weisheit letzter Schluss ist. Ganz bestimmt nicht.  Dabei ist es mir auch nicht wichtig

ob man in einer Poly-Beziehung lebt, und mit wie vielen Leuten

ob man allein oder als Paar in den Swinger Club geht

ob man sich neben der Hauptbeziehung einen Dom oder eine Sub gönnt. Oder zwei. Oder drei. Zum Ausleben einer Neigung, die der Partner daheim nicht mitmachen mag

ob man eine klassische offene Beziehung führt

Gang bang Parties

Vielleicht sagt der Hauptpartner/die Ehefrau ja auch “ist ok, geh und mach, aber ich will nicht wissen, was genau du mit wem tust. Steck mich nur mit nix an, sonst ist Polen offen.”

Oder es gibt irgendeine andere Sache, bei der man mit anderen/verschiedenen/mehreren Leuten vögelt, und ich hab jetzt nicht mal dran gedacht.

Alles völlig egal. Das einzige, was in jeder Situation und in jeder Konstellation Bedingung ist, ist

EHRLICHKEIT.

Den Partner darüber informieren, dass man gedenkt, außerhalb dieser (ursprünglichen) Beziehung zu vögeln. Und zwar VORHER.

Das Gegenteil von ehrlich und offen sein ist fremdgehen. Seitenspringen eben halt. Den Partner hintergehen. Irgendwas mit irgendjemand anderem anfangen, egal ob ONS, schneller Gelegenheitsfick, oder Affäre, und ohne dass der eigentliche/ursprüngliche/vermeintlich einzige Partner davon weiß.

Und das ist, wie auch immer man es dreht und wendet, ganz ganz mieses Verhalten. Verlogen, hinterfotzig, niederträchtig. Mies eben. Unterste Schublade.

Es gibt jetzt Leute, die argumentieren “ein Seitensprung oder eine Affäre ist ein Zeichen dafür, dass es in der Beziehung nicht stimmt.” Oder “das ist der sichtbare Ausbruch aus einer kaputten Beziehung”. Oder sie sagen “dazu gehören immer zwei. Der Fremdgeher und der Partner, der ihm halt nicht das gab, was er braucht.”

NEIN. Wenn es nicht stimmt in der Beziehung, wenn es krieselt, wenn einer oder beide unzufrieden sind, wenn der Sex Scheiße (geworden) ist, oder zu wenig, wenn wenn wenn…dann macht gefälligst den Mund auf und REDET. Verlangt Änderung. Verlangt die Öffnung der Beziehung. Macht Schluss. Whatever. Aber eine Rechtfertigung, hinter dem Rücken eines nichtsahnenden Partners rumzuficken, ist das alles nicht. Sorry. (Wenn der Partner euch gewähren lässt, aber keine Infos zu euren Sexkapaden will, dann ist das nicht hinterrücks, sondern trotzdem informiert und einvernehmlich.)

Übrigens sind für mich geheim gehaltene Twitter Accounts, von denen die Schwanzpics verschickt werden, die die Ehefrau nicht haben wollte,  oder vor dem Partner verborgene JOY Profile ( “Beziehungsstatus: Single” ist immer sehr beliebt) auch ein absolutes no go. Wenn ihr in einer angeblich monogamen Kiste seid, dann habt ihr Gottverfickt nochmal nix bei Tinder zu suchen. Auch nicht zum “nur mal gucken”.

Und ich denke auch nicht, dass der Fremdgeher immer 100% Schuld hat, wenn es zum Seitensprung kommt, wie ich heute auf Twitter wieder lesen durfte. Die 100% hat er dann, wenn das Objekt seiner Begierde nichts vom eigentlichen Partner im Hintergrund weiß. Wenn Eheringe abgenommen werden. Wenn suggeriert wird, dass man ungebunden ist, und auf der Suche nach Spaß. Wenn man sich im Club trifft, und es von einem Partner keine Spur gibt. Dann kann man es nicht wissen. Mit dem FBI zwecks Background Check anrücken, bevor ich dich ficke, kann ich ja schlecht.

Aber wenn die andere Hälfte des Seitensprungs, des Büroficks, der Affäre WEISS, dass ihr Sexpartner in einer – eigentlich – ganz normalen, monogamen Beziehung steckt, und ihn TROTZDEM fickt. Und noch hilft, die Sache zu verbergen. Und das Ganze bei nächster Gelegenheit wiederholt. Und extra aufpasst, dass das nicht irgendwie auffliegt, weil man ja den hintergangenen, betrogenen Partner NICHT VERLETZEN will…dann hat diese Person genau 50% Schuld. Und die wird sie auch nicht mit irgendwelchem gespielten Mitgefühl los.

Wer weiß, dass der andere verheiratet oder anderswie fest vergeben ist, und den Betrug absichtlich mitmacht, der ist das letzte. Das allerletzte. Pfui Teufel. Und da retten einen auch keine zig Beschönigungen und Ausflüchte.

Versteht mich nicht falsch. Jeder vögle sich durchs Leben wie er will. Für manche Leute kann es klappen, im Herzen zusammen zu gehören, aber körperlich eben nicht “treu” zu sein.  Alles gut. Kann man so zusammen beschließen. Aber wenn man -eigentlich und ohne je was anderes besprochen zu haben- in einer monogamen Beziehung lebt, sollte man schon soviel Respekt dem Partner gegenüber, und soviel Rückgrat haben, dass man reinen Wein einschenkt. Sonst ist man halt einfach ein hinterfotziges Arschloch, oder wahlweise eine billige, elende Schlampe. Is halt so.

Für mich ist eine Beziehung, wo ich selber rauskriegen muss, dass ein Betrug stattfand, oder ich hintergangen wurde und für blöd verkauft, so ungefähr der massivste und schlimmste Vertrauensbruch, den man sich leisten kann. Die Beziehung ist hinüber. Vertrauen weg. Kommt so auch nie nie wieder. Bei bdsm-Beziehungen auf jeden Fall der absolute Todesstoß. Und ich würde SEHR genau abwägen, ob beide Seiten von meiner Existenz wussten, oder nur eine.

Und wem ich alles den Hintern quer durch die Stadt treten müsste, und wem nicht. Da würde einen dann auch kein mitfühlendes Gesabbel in einem Blog vor einer saftigen Watsch’n retten.

Gegen solche Leute bin ich nämlich hochallergisch. Aus Gründen.

 

 

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Kommunikation,Kontrollabgabe, Verantwortung, Grenzen, das Wörtchen NEIN, Dummdoms und Co.

Na gut. In der letzten Zeit sind mir einige unschöne Dinge online zu Ohren gekommen, und ich selber habe mit Dummdoms, definitiv NICHT einvernehmlichen Grenzübertretungen, und komplett eigensüchtiger Ignoranz auf Seiten der betreffenden “Doms” real life auch schon öfter zu tun gehabt, als mir lieb war.

Nach den Blogposts der letzten Zeit zu dem Thema, und nach vielen WA-Gesprächen mit befreundeten Bdsmlern, gebe ich zu dem Elend jetzt auch mal meinen Senf dazu. Aus der Sicht einer Sub, und logischerweise sehr subjektiv. (Aber ich glaube, da finden sich einige Leute wieder)

Das Themenfeld ist groß, und meine Gedanken mal wieder verknotet, also seid gnädig, ich versuche, das Geplapper zu strukturieren. Wird aber eher länger, das Werk. 😉

Disclaimer: der dominante Part ist nachfolgend “D”, der submissive Part “s”. D ist bei mir männlich, s weiblich. Weil es MEINE Sicht ist. Gendert einfach in eurem Kopf, wie ihr es braucht.

Wer trägt wie viel Verantwortung im BDSM, vor allem, wenn gespielt wird?

Ich glaube nicht, dass D grundsätzlich der einzige ist, der für ein gelungenes BDSM zwischen ihm und s arbeiten muss. Und er trägt auch nicht die komplette Verantwortung. Niemand kann hellsehen, und es liegt an s, ihm wichtige Dinge verbal oder non-verbal oder wie auch immer, mitzuteilen. Dazu gleich mehr, denn das ist leider eine RIESENbaustelle, auf beiden Seiten.

Aber während einer Session ist D DEFINITIV derjenige, der die Verantwortung für s trägt, für ihr Wohlergehen, für die Session an sich, und dafür, dass er es nicht zu weit treibt. Er ist derjenige, der eine evt gefesselte, geknebelte s lesen können muss. Der wissen muss, was noch geht, und wann er besser aufhört. Dafür muss er s erst kennenlernen, schon klar. Aber in dieser Phase übertreibt man es halt einfach nicht, und beobachtet die Reaktionen sehr genau. Und es braucht Empathie, Anatomiekenntnisse, Beobachtungsgabe, und Selbstkontrolle, um jemand anderes “lesen” zu lernen.

Wenn man das nicht, oder NOCH nicht kann, kein Einfühlungsvermögen besitzt, mit jemandem der “neu” ist, spielt, sich schwer tut mit dem Erkennen und Ablesen von Reaktionen, dann geht man gefälligst nicht an Grenzen. Und schon gar nicht drüber. Punkt.

Ich weiß sowieso nicht, was dieses sofortige Ziehen sämtlicher Register soll. Ist nicht der Weg das eigentliche Ziel? Sollte es nicht den meisten Spass für D bringen, s immer ein Stückchen weiter zu schubsen, ihre Reaktionen zu lesen, sich an ihren Tränen und ihren zusammengebissenen Zähnen zu erfreuen (zumindest, wenn er Sadist ist)? So, dass hinterher beide stolz, happy, entspannt, zufrieden sein können und die Bindung, und die Bereitschaft, den Weg weiter miteinander zu gehen, wächst? Vielleicht hab ich da aber ja auch was falsch verstanden. 🙄

Es muss übrigens auch nicht jeder D die härtesten Sachen bringen, weil er die in Videos und Gifs gesehen hat, und DAS WILL ER AUCH. Ich versuche ja gerade so nebenbei, einer JOYBekanntschaft mit angeblich dominanten Tendenzen, aber bis dato null Ahnung von irgendwas, schonend beizubringen, dass es nichts bringt, sich als Dom zu deklarieren und den McHurt online auszuräumen. Oder nen sonstigen Shop. Man muss wissen, wie die Sachen sicher verwendet werden, und man muss üben. An sich selber, an ner Schweinehälfte, mir egal, aber wer nicht weiß, wohin er wie hart schlagen darf, und zielen gelernt hat, der soll dem Fell von s fernbleiben. Oder eben nur piano machen, und gaaanz langsam steigern. Mit feedback. Das ist dann meilenweit von einer wirklichen Session weg, und mehr Lehrstunde als sexy, aber wenigstens sicher. (Ein Lifestyle Dom wird er davon noch lange nicht, denn “Dominanz fühlen” kann ich ihm nicht beibringen. So muss man geboren sein, oder eben nicht. Aber für sexuell dominant kann es reichen.)

Die Kontrolle abgeben kann s auf jeden Fall nur wirklich, wenn sie D vertrauen kann. Und das kommt nicht bei einmal spielen und auch nicht bei zweimal. Das dauert, und hat mit gehaltenen Absprachen, mit Einvernehmen, mit Auffangen, mit Verlässlichkeit zu tun. Mit Ehrlichkeit. Mit bei weitem mehr als dem Gefühl, dass er dir nicht auf die Nieren dreschen würde. Mit guter, offener Kommunikation.

Ah ja. Stichwort Kommunikation. Das ist von Anfang bis Ende gern mal ein Trauerspiel. Auf beiden Seiten, da bin ich sicher. Ich kann das allerdings selbst nur von meiner Position als s beurteilen, und Leute… Doms!!!!🙈🙈🙈

Zuerst mal: wenn man jemanden kennen lernt, mit dem man zu spielen plant. Dann sollte man anstatt stundenlang Pornobildchen hin- und her zu senden, und das Kopfkino zu befeuern, mal über Neigungen, Grenzen, Tabus, Wissens- bzw Erfahrungsstand des Gegenübers, Vorstellungen, und auch evt Trigger oder Traumata reden.

Wenn sich schon im Gespräch rauskristallisiert, dass D und s völlig unterschiedliche Vorstellungen haben, sei es über die Beziehungsform, Fetische, Praktiken oder anderes, dann wissen sie wenigstens beide, dass die Sache auf Dauer keinen Sinn macht. Aber einem D seine Intentionen aus der Nase zu ziehen, ist oft Schwerstarbeit.

Es wird rumgeeiert, oder Abneigungen bzw Grenzen werden kleingeredet, und abgetan mit dem tollen Satz “das sagst du jetzt, aber da wirst du mich irgendwann noch drum anbetteln.” Ja, klar. Wenn die Hölle zufriert. Glaubt D, er sei so übertrieben exzellent in seiner Dominanz, dass für ihn Tabus nicht gelten? Diese Verhandlungen gestalten sich etwas beschwerlich, und sinnbefreit, wenn s nicht für voll genommen, und ihre Einwürfe schon vorher als unwichtiges blabla eingestuft werden.

Man kann auf FSoG rumhacken, wie man will. Wenn es EINES gibt, was Mr Grey richtig gemacht hat, dann ist das die Sache mit dem Neigungsbogen, den die liebe Ana ausfüllen soll, und dafür fleißig googlen muss. Bei ihm war es der “Vertrag”, aber sei’s drum. Auf jeden Fall beschäftigt er sich mit dem, was er darf und was nicht, BEVOR er volle Pulle loslegt. (Ja, er verkackt trotzdem, aber das Einholen von Infos war schon mal gut)

Ich kenne einen Dom, der mehrseitige, minutiös gestaltete Neigungsbögen ausfüllen lässt, um sie dann Punkt für Punkt durchzugehen und zu besprechen. Was nicht bekannt ist, oder unter “noch nicht gemacht, aber interessiert” steht, verdient dabei besondere Beachtung, genauso wie Dinge die unter “für mich ohne Lustgewinn, sondern reine, schlimme Strafe” stehen.

Vielleicht muss das nicht sein, SO viel auszufüllen, wenn vorher schon beide wissen, dass z.B.  “Klinik” absolut nicht ihr Ding ist. Aber generell finde ich es wichtig, dass D und s sich ordentlich mit ihren Wünschen und Neigungen beschäftigen. Da kommt dann nämlich auch recht schnell raus, was Kopfkino ist, was Interesse, und was ECHTE Erfahrung.

Ich geb’s zu. Ich kannte so einige Punkte auf der Liste, die ich rein aus Spass an der Freude mal ausgefüllt habe, noch gar nicht. Bei vielen kann ich mir inzwischen relativ gut was drunter vorstellen, und habe eine Vorstellung vom Schmerzlevel, oder wie es sich anfühlen könnte. Und kann deshalb so ungefähr sagen, ob es für mich gar nicht geht, Strafe wäre, oder eher Belohnung.

Was mich zum nächsten Punkt bringt: ein Neuling KANN gar höchstwahrscheinlich gar nicht gefühlte 1000 Dinge ankreuzen, und eine halbwegs verlässliche Aussage darüber treffen, was mit ihm alles geht und was nicht. Als ich angefangen habe, habe ich zB Stockschläge in meiner Vorstellung VÖLLIG unterschätzt. Meine Fresse. Wenn mein erster Spielpartner nur halb so weit gegangen wäre, wie meine Klappe groß war, dann gute Nacht. Und genau das ist dann wieder die Katze, die sich in den Schwanz beißt:

Mit Anfängern steigt man nicht volle Pulle ein, und verlässt sich auf Aussagen, die blauäugig und ohne Erfahrungswerte gemacht werden.

Sonst fliegt einem die Sache gern mal um die Ohren. S fühlt sich missbraucht, Vorschussvertrauen ist weg, Dummdom-Stempel ist da, D ist ratlos bis gekränkt, Karre ist an die Wand gefahren.

À propos Ohren. D sollte sich gut überlegen, ob er gerade solche Sachen wie Ohrfeigen, Anspucken, NS in die erste(n paar) Session(s) einbauen will. Das sind echte Erniedrigungen, und für einen Neuling können sie viel mehr fürchterlich als geil sein. Und einfach viel zu viel des Guten. Ob s den Arsch vertrimmt bekommt, oder sich eine Watsch’n fängt, ist psychologisch ein himmelweiter Unterschied. Also Vorsicht.

Und ich habe den Eindruck, dass viele D sich -wenn, dann – um ihr Werkzeug und die Technik kümmern, aber nicht um die psychologischen Tricks, Kniffe, und no go’s. Man verspricht das Blaue vom Himmel runter, von wegen Ausbildung, D/s, 24/7, Fernerziehung etc, aber liefert nicht. Erstens weil echte Arbeit, und zweitens weil keine Ahnung WIE.

Es gibt im BDSM auch nicht wenige Leute, m wie w, D wie s, die eigentlich dringendst auf eine Psychiatercouch gehörten, aber im BDSM ihre Therapie sehen. Erstens geht sowas meiner Meinung nach fast zwangsläufig schief, zweitens beschert es arglosen s des öfteren Psychopathen im Domkostüm als Spielpartner, und das will echt keiner haben. Und drittens kann auch einem Dom mit guten Intentionen so eine psychisch angeditschte s in Form von Triggern, Ausrastern, Panikattacken um die Ohren fliegen. Allein deshalb schon sollte man vorher abklären, ob es Sachen gibt, die Panik auslösen. Und von denen lässt man dann tunlichst die Pfoten. Wozu man wieder eine ordentliche Kommunikation im Vorfeld braucht.

Ihr seht wo das hinführt? Der Kreis schließt sich.

Redet. Seid realistisch. Seid ehrlich. Nehmt den Mund nicht zu voll. Übertreibt es anfangs nicht. Schaut, dass ein bisserl Blutsauerstoff für’s Gehirn bleibt, wenn der Rest nach unten sackt.

Zwei Dinge noch.

Erstens: eine Neulings-s sollte immer im Hinterkopf behalten, dass ein nicht definitiv kommuniziertes Wischi-waschi-NEIN für nicht wenige D im Zweifelsfall ein JA ist. Oder mindestens ein “Sie hat nicht aus Überzeugung Nein gesagt, und der Dom bin ich, und ich finde *es* geil, also probier ich mindestens aus, wie weit ich damit komme”. Wenn etwas auf keinen Fall gemacht werden soll, dann muss s das auch sagen. Kokettes Rumgeeiere, garniert mit viel Aufziehen und Necken und ein paar Vielleichts können den Schuss nach hinten losgehen lassen. Zumindest wenn man an ein nicht gerade mit Empathie und Erfahrung gesegnetes Modell gerät.

Zweitens: sich die Ängste, Grenzen, Tabus von einer s anhören um dann im ersten bzw letzten Spiel genau diese Grenzen zu verschieben und genau diese Tabus zu brechen, macht D nicht zum gestrengen, sadistischen Herrn. Sondern zum Missbrauch treibenden, sexuell gewalttätigen Drecksack.

 

 

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