Schmerzen

Dazu wollte ich schon ewig was schreiben. Zum Thema Schmerz im BDSM, und nicht zum Thema Schmerz bei Beinbruch. Klaro. Oder doch??? Hmm.

“Lustschmerz” also.

Ist ein logischerweise komplett subjektives Thema. Jeder Mensch ist, und empfindet, anders.

Ich weiß gar nicht so recht, wie man mich nennen könnte. Ich bin maso. Das merke ich daran, dass ich mich nach einem gewissen Level an Schmerz sehne, wenn ich das eine Weile nicht mehr hatte. Macht den Kopf frei, relaxt, baut Druck ab (ja, auch für Nicht-Borderliner). Und mein Körper reagiert auch in typischer Art und Weise darauf. Ich fließe fast weg.

Gleichzeitig bin ich aber auch schmerzempfindlich. Je nach Stelle, sogar sehr. Es ist zum Heulen.

Wobei….Ich habe schon mehrere Knochenbrüche inklusive Wiedereinrenken, diverse, teils dicke Nadeln zwecks Punktion ins Knie, Piercings, Tattoos, eine Lumbalpunktion, ein paar OP’s und zwei komplett natürliche Geburten ohne jedes Schmerzmittel durch, und all das tat teilweise saumäßig weh. Und all das habe ich überlebt, nicht einmal geheult, und mich durchgebissen.

Blöden, fiesen Alltagsschmerz, wenn ich mir das Schienbein in eine Schublade ramme, mich schneide, mich anhaue, mir am Friteusenkorb selbst ein wochenlang sichtbares Branding verpasse….beweine ich ebenfalls nicht, sondern stöhne und knurre mir den Schmerz weg, beiße die Zähne zusammen und weiter geht’s.

Was genau mich so aus der Fassung bringt, dass ich bei einer Session ab einer bestimmten Intensität (die ich jetzt schon ewig nicht mehr erlebt habe) anfange, wie ein Schlosshund zu heulen, und warum ich im BDSM subjektiv nicht halb so viel Schmerz ertragen kann wie im Alltag, das weiß ich nicht. Wirklich nicht. In einer gelungenen Session fühle ich mich doch wohl mit dem Spielpartner. Und wenn ich nicht gerade krank bin oder werde, ( und allein deshalb schon wirklich gar nix aushalte,) sondern alles ok ist….keine Wut im Bauch, keinen krassen Stress mitgebracht…dann gibt es doch keinen Grund für eine Frau, die zwei Kinder geboren hat ohne zu heulen, wegen irgendwelchen Schlägen mit was auch immer, so aus der Fassung zu geraten. Immerhin sind die Spuren dessen bisher objektiv betrachtet moderat gewesen und waren oft genug nach 2 Tagen bis auf ein, zwei blaue Flecken verschwunden.

Wir reden hier ja nicht von dunkellila blutverkrusteteten Stockspuren oder Peitschenhieben, bis das Blut läuft. So fühlt es sich subjektiv nur für mich an, unglücklicherweise.

Wir reden von moderaten Stockschlägen. Oder von Striemen, die spätestens nach ein paar Tagen weg sind. Oder von Klammern. (vor allem an den Nippeln bringt mich ja schon festes Kneifen und Verdrehen halb um. Butterflies dort, mehr als ein paar Minuten, sind wirkliche Qual).

Ich hab mal mit der Snake auf den oberen Rücken bekommen. Schulterblatt lag dabei flach, und die Zielarea war safe. Hinterher hatte ich….einen blauen Fleck, kaum sichtbar unterm Tattoo. Aber ich weiß bis heute, dass mir regelrecht die Luft wegblieb. Ein Gefühl, als hätte mir gerade ein Puma den Rücken aufgerissen. Nur furchtbar, null geil. Du liegst Rotz und Wasser heulend da, rollst dich zusammen, und traust dich nicht, dich zu bewegen weil du sicher bist, dass das Schulterblatt jetzt hin ist, oder da irgendwas aufgeplatzt sein muss, ganz sicher…und da war NIX.

Und das Problem mit Schmerz ist einfach, dass ich ihn zwar brauche und will, er mir aber irgendwann zu viel wird und ich dann nicht loslassen kann. “Fliegen” ist nicht. Auf diese Hormonausschüttung und dieses Wegdriften, was schon so viele Leute beschrieben haben, diesen “Subspace”, warte ich bis heute vergebens. “Subdrop” kenne ich. Unfair.

Wenn Schmerz zu unangenehm wird, oder zu heftig, so wie wenn Klammern für mein Empfinden zu lange dranbleiben und immer mehr schmerzen, oder wenn Schläge zu schmerzhaft werden, dann nutzt mir kein mentaler Kniff, kein in den Schmerz hineinatmen, keine Hingabe und kein Zähne zusammenbeißen mehr was. Dann bin ich so damit beschäftigt, es auszuhalten, es erträglicher zu machen, da gleichzeitig eigentlich nur noch weg zu wollen, meine Position zu verändern, mein Gewicht zu verlagern, bewusst zu versuchen, den Schmerz zu ignorieren (haha), dass das Loslassen eben unmöglich wird.

Für mich ist so eine Session, die mich zwar zum Heulen bringt (was sehr therapeutisch sein kann und gewollt), die mir aber subjektiv ZU weh tut, nicht wirklich nützlich.

Und das hat nichts damit zu tun, dass meine Pussy fast wegschwimmt. Die reagiert auf alles. Fesselungen, Schläge, whatever. Aber der KOPF kommt nicht hinterher, und der ist weit mehr als die halbe Miete.

Wie gesagt, all das vor dem Hintergrund, dass die bisherigen “Spielschmerzen” im Vergleich zu schon da gewesenem, nicht-BDSM-bezogenem “Alltagsschmerz” objektiv betrachtet wohl eher Pipifax waren.

Dann kommt noch die Tagesform dazu. Die Zahl der Wiederholungen. Ob man dieselbe Stelle zu oft trifft.

Und irgendwelche “Bestrafungen” in Form von krasser Haue gab es sowieso noch nie. Allein schon, weil die Dynamik einer funktionierenden Ds-24/7- Sache nie vorhanden war, und zweitens weil sowas, glaube ich, ziemlich beziehungsschädigend wäre. Zumindest für jemanden wie mich, der sich schon im Spiel schwer tut. Mit jemandem, von dem ich wirklich straftechnische Dresche beziehen würde, die ich NICHT aushalte und er macht trotzdem fertig (siehe diese ganzen unsäglichen Japanischen Domestic Discipline Stockprügelvideos, die ich für totalen, krassen Missbrauch und schwere Körperverletzung halte, übrigens) täte ich mir danach in der Beziehung schwer, und würde mich vielleicht emotional zurückziehen. Wer weiß?

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass sich meine Spielpartner durch die Bank nicht vorstellen können bzw konnten, dass Dinge, die kaum Spuren hinterlassen, mir tatsächlich WEH tun.

Einer hat mich mal “hypersensitive Maso” genannt. Das trifft es vielleicht ganz gut, macht ein Schmerzspiel aber nicht einfach für mich.

Ein anderer hat mich immer als “Mimimi” aufgezogen, wo ich doch gekämpft habe wie eine Löwin, für ihn möglichst viel auszuhalten. Und es war nie genug. Das gehört auch in die No Go-Liste im Blogeintrag “Erniedrigung”, oder?

Wie auch immer. Ich mag Schmerz, ich brauche Schmerz, aber auch hier ist es eine Gratwanderung zwischen Nutzen, Lustgewinn, Kontraproduktivität und Schaden.

Die nur ein empathischer, erfahrener, nicht nur auf sich selbst fokussierter Dom beherrschen kann.

So ein Einhorn eben.

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Erniedrigung.

Erniedrigungen. Demütigungen. Oder, anders genannt, das Minenfeld in meinem BDSM. Ich schreibe hier jetzt auf, was meine Meinung dazu ist. Und vor allem, WARUM es so ist, wie es ist. Für MICH. Was ICH als geil, bzw als no-go empfinde. Du siehst es ganz anders, und findest meine Sichtweise doof? Schön für dich, dann schreib es selber auf.

Also….mit gezielten Erniedrigungen kann man mich entweder extremst geil machen, oder sich, die Session, vielleicht sogar die Beziehung komplett ins Aus schießen. Je nachdem. Ein, zwei Sätze können schon irreparablen Schaden anrichten. Oder eben das Gegenteil. Ich würde niemandem empfehlen, ohne mich vorher gut zu kennen, und ohne Vorgespräche, diese Richtung mit mir einzuschlagen. Wenn man mich da auf dem falschen Fuß erwischt, dann kann ich sehr verletzt, beleidigt, und abweisend reagieren, und ich bin nicht willenlos dumm-devot genug, um Fehltritte und derartige Vergehen still hinzunehmen und zu schlucken.

Ich bin in Bezug auf Demütigungen vorbelastet durch jahrelanges Mobbing, damals in der Schule. Wegen meines Aussehens und meines Gewichts, wegen der Spange und der Brille. Das mit dem Fettarsch, der fetten Sau, der Brillenschlange etc hat sich eingebrannt, und macht mir bis heute zu schaffen, obwohl ich heute 30kg weniger habe als damals. Wenn auch fast 10 kg mehr als vor meinen Kindern in meiner schlankesten Zeit nach dem Abi. Damals trug ich Gr 38/40 und fühlte mich trotzdem zu dick. Und hatte so viel überschüssige Haut, dass ich schließlich nach Kind 2 eine Bauchstraffung machen ließ. Die nahm die Haut und das meiste Geschwabbel weg, hinterließ aber eine etwas wulstige Narbe von Hüfte zu Hüfte. Dazu gibt es unzählige Dehnungsstreifen, und zwar nicht aus den Schwangerschaften, sondern von davor, die ich großteils mit großflächigen Tattoos kaschieren ließ.

Selbstwertgefühl war jahrelang kaum vorhanden, und ist immer noch nicht top. Männer, die mir das Gefühl gaben, schön zu sein, gab es nicht. Der Ex hat es dann jahrelang ehrlich versucht, aber schaffte es nicht. Die sicherlich ehrlich gemeinten Äußerungen, mein Bauch sei ihm egal und alles wäre gut, drangen nie durch. Ich war völlig gehemmt, wollte nicht nackt sein, habe meinen Körper lange Zeit regelrecht gehasst, und fühlte mich weder schön noch gut genug, als dass man mich ernsthaft hätte begehren können. Das ist erst nach der Bauchstraffung, und mit den Tattoos besser geworden. Wesentlich besser. Trotzdem ist bis heute jedes Winterkilo mehr, jede enge Hose nach einer Natriumglutamatüberdosis durch z.B. ein China-take-away eine stimmungstechnische Kleinkatastrophe, die ich bewusst bekämpfen muss, damit ich mich nicht den ganzen Tag schlecht fühle. Und schuldig, sowas überhaupt gefressen zu haben. Und ich muss mich auch heutzutage noch ganz bewusst gegen den Gedanken wehren, dass ich jemandem sicher nur zu fett und hässlich war, wenn aus einem Date oder Probespiel hinterher nichts wird.

Wenn du also denkst, dass “schieb mal deinen fetten Arsch hier rüber, Schlampe” oder auch nur “Dickerchen” eine gute Idee ist, dann muss ich dich enttäuschen. Schon diese noch relativ moderaten Worte würden ziemlich übel für dich enden.

Jede negative Anspielung auf mein Gewicht oder meinen Körper ist ein komplettes Tabu. So verletzend, dass ich weder darüberstehen kann noch will, noch es als Neckerei nehmen, noch sonstwas. Nein. Einfach nein. Wenn, was Gott sei Dank fast nie vorkommt, mich jemand auf Twitter oder im Joy aufgrund meiner (sowieso schon sehr sorgfältig ausgewählten, und im besten Licht und im besten Kamerawinkel und mit eingezogenem Bauch bis fast zur Ohnmacht geschossenen) Bilder beleidigt, dann kann ich da schon darüberstehen. Ich trage heute Gr 42, komme inzwischen mit meinem Körper besser klar als je zuvor, und weiß, dass es Männer gibt, die meinen Arsch sehr geil finden, so wie er ist. Aber in einer intimen (Spiel)Beziehung, mit jemandem, bei dem ich mich wohlfühlen und dem ich vertrauen können muss, geht so was GAR nicht.

Dasselbe gilt auch für Demütigungen bezüglich meiner Intelligenz. Ich bin nicht blöd, habe ein Einser-Abi hingelegt damals, wenn auch nie studiert danach, und bin durch meine auf 2 Jahre verkürzte Lehre zu einem weiteren Superzeugnis durchgeflitzt. In der Theorie bzw der Berufsschule zumindest. Im Ausbildungsbetrieb wurde nämlich auch gemobbt. Da wurde einem konstant unter die Nase gerieben, dass man zu langsam, zu doof, zu ungeschickt wäre, eben so ein Theoretiker vom Gymnasium ohne Können im praktischen Bereich. Nie gut genug. Auch das war im Nachhinein haltloser Bullshit. Ich BIN gut. Und trotzdem, auch das hat gesessen und Spuren hinterlassen.

Ein “dumme Schlampe” ist also auch nicht viel besser als eine “fette Schlampe”, und mit größter Vorsicht zu genießen. Ich werfe dir nicht unbedingt einen Stöckelschuh an den Kopf, aber ich merke es mir und es führt zu meinem Rückzug aus unserer Dynamik und zu zukünftiger Reserviertheit dir gegenüber. Mit anderen Worten, wer mich verletzt, den lass ich nicht mehr an mich ran. Zumindest nicht emotional.

Also, fassen wir zusammen. Was geht alles überhaupt nicht? (da kommen jetzt auch all die anderen Dinge dazu, die mir gerade so einfallen):

Negative Bemerkungen bezüglich meines Gewichts bzw meines Körpers.

Negative Bemerkungen bezüglich meiner Intelligenz bzw meines Wertes als Mensch.

Entmenschlichungen. Ich bin kein Tier und ich bin kein Möbelstück oder sonstwas. Sperr mich in einen Käfig, aber als Frau, nicht als Tier. Und ich bin nicht dein Fußhocker.

Mich wie ein (dummes) Kind behandeln, bzw mir meinen Status als erwachsene Frau absprechen. Ich finde DDlg und Age play und Adult Child und Windeln etc bekanntermaßen so fundamental widerwärtig, dass man all das bei mir sowieso nur als Strafe bzw extreme Demütigung sehen könnte. Könnte passen, ne? Dann aber greift die Ausschlussklausel. Sorry, das mach ich nicht mit. Weder im Spaß noch im Ernst.

Ach ja, der komplette Bereich Scheiße, Dreck, und dieser “Slave Farm”-Quatsch. Bleib mir mit deinen Melkmaschinen vom Leib. Da hättest du eh kein Glück, ich habe jeweils noch im Kreißsaal abgestillt. Da kommt nix. Und du musst mich auch nicht “breeden”. Mach dich nicht lächerlich. Und ich schleppe auch keine schweren Lasten für dich durch die Gegend. Ich hab Rücken, unter anderem. Hol dir ein Pferd.

Verhörsituationen. Mit Psychoterror kann ich nicht gut, auch wenn er Fake ist.

Ignorieren. Wenn mich mein Herzmensch zur Strafe (anhaltend) ignoriert, dann fühle ich mich dadurch vor den Kopf gestoßen, verletzt, und weggeschubst, und in die Lage eines abgestraften Kindes versetzt. Wenn das deine Art, mich zu demütigen ist, dann sei dir dessen bewusst, dass ich dazu neige, wütend und ebenfalls verletzend zu werden, wenn ich mir ignoriert und weggeschubst vorkomme. Oder, dass ich wahlweise schmolle, mich um meinen eigenen Scheiß kümmere, und dir dann halt auch die kalte Schulter zeige. Das kann dann in ewigem Schweigen enden, denn ich bin nachtragend, wenn ich mich zu Unrecht schlecht behandelt fühle.

Und -ganz großes Tabu – :
Haare raspelkurz schneiden, irgendwie verunstalten, oder Glatze scheren. Das ist kein Spaß. Es ist mir schnurzpiepegal, ob du das geil findest, und wie viele Sklavenfarmvideos du gesehen hast, und ob du das für das Tüpfelchen auf’s i bezüglich echter Submission und Hingabe und Gehorsam und was weiß ich hälst. Dann musst du dir wohl eine andere suchen. Ich will darüber auch keine Witzchen hören, nicht zweideutig damit aufgezogen werden, und vor allem nicht damit bedroht werden, weder subtil noch sonstwie. Geh mir an die Haare und freu dich auf eine Anzeige. Und auf die Kostenübernahme für eine sauteure Echthaarperücke. Haare abrasiert bekommen läuft bei mir unter Vergewaltigung. Meine Haare sind mir heilig. Geh da dran und ich mach dich platt. Ernsthaft. Der Tod.

Es gibt sicher noch viel, viel mehr, an das ich jetzt nicht mal gedacht habe. Dann kommen wir zu den Dingen, die unter bestimmten Voraussetzungen gehen.

Public humiliation. Da muss man unterscheiden. Public im Sinne von Club voll von Gleichgesinnten, und eventuell schauen ein paar davon bei was auch immer zu, das ist ok. Public im Sinne von draußen in der Öffentlichkeit, aber so, dass es zu Kopfkino, aber nicht zu wirklichem Zusammentreffen mit Unbeteiligten kommt, das ist unter Umständen auch noch ok. Gerade so, mit viel Vertrauen, welches besser nicht enttäuscht wird.

Allerdings….Public im Sinne von wirklich öffentlich, also zum Beispiel im Korsett samt Halsband und ohne Schal zum Einkaufen im lokalen Supermarkt geschickt werden, oder Halsband und Leine tragen müssen draußen, abseits von irgendwelchen BDSM-Veranstaltungen, sondern in der U-Bahn oder auf der Straße, und daran irgendwo hin geführt werden, oder irgendwelche Unbeteiligten, die ins Spiel miteinbezogen werden, das ist absolut nicht ok. No Way. Unmöglich. Horror. Schwarze Liste.

CMNF. Nackthaltung an sich, aber eben noch viel mehr das nackt sein müssen auf einem Event. Ist sehr erniedrigend für mich. Gründe siehe oben. Geht im privaten Rahmen nur, wenn schon viel Vertrauen da ist, und als Veranstaltung wäre es für mich wirklich schlimm. Klassisches O-Outfit mit Unterbrustkorsett geht. Hauptsache, ich darf was um die Mitte tragen. Das solltest du im Hinterkopf behalten. BDSM heißt, die Grenzen zu verschieben. Aber halt immer mal ein Schubserchen, mit viel Lob und Rückversicherung, und nicht mit der Brechstange.

Natursekt. Ein ganz ganz heikles Thema. Minenfeld. Ich gehöre auch zu den vielen Subs, die schon auf Drecksäcke im Domkostüm reingefallen sind. Ich wurde gerade bezüglich NS ohne Vorwarnung und wohlwissend, dass das für mich ein Tabu war damals, zu meinem Glück gezwungen. Und ich meine *gezwungen*. Danach war lange Zeit mit dem Thema Schluss. Ich bin inzwischen wieder so weit, dass ich meinem Herrn irgendwann den Schwanz nach dem Pinkeln sauberlecken könnte bzw würde, und das vielleicht sogar nur noch 50% ekelhaft fände, und 50% geil. Oder, dass ich mich irgendwann in der Wanne knieend anpinkeln lassen könnte. Ich werde aber nie zu einer NS-Liebhaberin werden, und auch keine größeren Mengen schlucken. Dazu war die negative Erfahrung zu krass. Dass ich zu wenigstens *etwas* NS bereit bin, sollte zeigen, dass ich mich anstrenge und dienen will. Erniedrigend as fuck ist es allemal. Also überteib’s nicht.

Ohrfeigen. Ja, geht klar. Aber niemals mit Tinnituserfahrung und blauen Flecken. Piano, bitte schön. Und liebend, nicht strafend.

Anspucken. Funktioniert dann, wenn es insgesamt einfach “stimmt”. Wenn mein Kopf während einer Session so im Sub-Modus ist, und ich so geil bin, dass mich das in genau dieser Situation, mit genau diesem Menschen, eher noch pusht (obwohl ich im Alltag nicht mal mit meinen eigenen Kindern aus einer Flasche trinken will) . Ist mit Ohrfeigen dasselbe. Tagesformabhängig, Personenabhängig.

Genau wie das nächste auf der Liste. Rimming. Ist passiv für mich nicht besonders toll, und aktiv irgendwo zwischen Erniedrigung, Demütigung und totalem Horror. Geht nur unter besonderen Umständen (siehe letzter Absatz), plus Dusche und perfekt enthaartem Arsch. Sonst könnte es sein, dass ich dir aufs Bett kotze. Wie auch immer, das ist auch so eine Sache, die ich aus meiner Devotheit und dem Wunsch, dir gut zu dienen heraus mache. Es gefällt mir nicht und gibt mir überhaupt nichts, außer leichtem Ekel.

Tja und dann wären da noch die Verbalerniedrigungen. Wie schon eingangs gesagt, darauf stehe ich total, und die machen mich, geschickt und zur rechten Zeit angebracht, geil ohne Ende. Aber….Vorsicht. Ein “das gefällt dir, huh, ? Du kleine dreckige Schlampe”, “kleines notgeiles Miststück”, und derlei Dinge sind absolut ok und zielführend. Irgendwas mit läufigen Hündinnen, dummen Fickstücken oder fetten Ärschen definitiv nicht.

Überhaupt…..es gibt ja Leute, die so erniedrigt sein wollen, dass sie das, was ihnen da an den Kopf geworfen wird, wirklich glauben. Dass sie ein minderwertiger Wurm unterm Absatz sind, und froh sein können, wenn man/Frau sich überhaupt mit ihnen abgibt. Vielleicht ticken Männer eher so, aber es gibt sicher auch Frauen, die sich gerne dauerhaft erniedrigen und zum Volltrottel mit Ficklöchern degradieren lassen.

So bin ich nicht. Jede Erniedrigung, jede Demütigung muss in der Gewissheit stattfinden, dass sie NICHT ernst gemeint ist. Also, nicht “echt” ist, sondern ein Spiel. Gewollt und abgesegnet von uns beiden.

Ihr merkt, es ist eine Gratwanderung. Das Minenfeld. Dementsprechend mein Tipp: niemals einfach drauf los plappern und ins Blaue schießen. Reden und diskutieren, damit es geil ist und nicht das Ende der Beziehung.

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Zwischen Submission und Wunschzettel. Oder so ähnlich.

Der @EmEmBDSM hatte mich gebeten, auch meinen Senf zum Thema Submission dazuzugeben. Aus “Fachkraft”-Sicht, wie er das nennt.

Ich denke schon, dass ich devot bin. Sogar sehr. Aber irgendwie… nicht allumfassend. Na ja, lest selbst. Das hier wird ein höchst persönlicher und sehr subjektiver Gedankenspaziergang, und es könnte sein, dass ich da in diverse Richtungen abschweife unterm Schreiben. Aber im Endeffekt wird dann schon wieder ein Schuh draus. Also just hang in there…

Tja, wo fang ich an…Ich stimme zu, dass Submission überall im Alltag vorkommt, wo bestimmte Leute eben so gepolt sind, dass sie sich eher zurücknehmen, und Dinge für andere Leute tun. Ganz ohne sexuellen Bezug. Einfach, weil es sie glücklich macht, wenn es dem anderen irgendwie dadurch gut, oder besser als vorher, geht. Und ja, man tut oft Dinge, ohne eine Gegenleistung zu wollen dafür. Oder ohne Erwartungen an den anderen. Einfach so.

Und ich bin ja auch nicht beruflich im Dienstleistungsgewerbe, weil ich Menschenhasserin bin (obwohl man mit den Jahren, und der Anzahl der Idioten und Unsympathen, mit denen man sich abgeben muss, durchaus dazu werden kann), sondern weil ich es mag, Leuten zu helfen, ihnen eine schöne Zeit zu schenken, und dafür Lob, Geld und im Allgemeinen echt gute Bewertungen zu kassieren. Ist also der grundsätzlichen Motivation im Bdsm bzw D/s nicht SO unähnlich. Hat aber hier wie dort eben auch Grenzen. Und -Achtung!- auch einen gewissen Eigennutz als Motivation. Hier das Geld (schließlich lebe ich davon, und Ruhm und Ehre kann man nicht essen). Und dort, in meinem Bdsm, meinen Ausgleich zum Alltag (wo ich immer noch Chefin bin, und die Verantwortung für einfach Alles trage). Meine Auszeit.

Inwiefern das “Teilzeitsub sein”, oder “Erlebnissexualität” ist, weiß ich nicht. Ich bin ja in keiner TPE 24/7 – Beziehung, und könnte das auch nicht. Weder “logistisch” noch seelisch. Mein Leben würde es mir gar nicht erlauben, mich völlig nach einem Dom und seinen Regeln oder Wünschen auszurichten, und ich bin auch in vielerlei Hinsicht zu eigensinnig und zu selbstbestimmt, um uneingeschränkte Kontrolle zu erlauben. Ich weiß nur, dass ich ohne Bdsm und das Gefühl, eben “unten” zu sein, nicht mehr kann. Ich bin dann rastlos, nörgelig, depri, und unzufrieden mit mir und der Welt, und merke das selbst. Da helfen keine neuen Schuhe, kein tolles Essen, kein Besuch beim Frisör, kein Nachmittag mit der Besten. Nur eine Session kann das ändern, und zwar inklusive Schmerz und dominiert werden. Wenn das eine Weile gar nicht möglich ist, dann geh ich innerlich wirklich auf dem Zahnfleisch.

Um ohne all das sein zu können, bin ich eben doch zu devot und zu maso.

Allerdings, wie schon oben erwähnt, ist meine Submission weder völlig uneigennützig, noch ohne Forderung nach Gegenleistung/Belohnung/Dank, noch allein getragen von dem Wusch, zu dienen um des Dienens Willen.

Ja, das schon auch. Ich bin natürlich stolz wenn mein Dom/Spielpartner/Herr zufrieden mit mir ist. Wenn es ihm gut geht. Wenn er auch seine Befriedigung aus dem Treffen mit mir ziehen konnte. Je mehr, desto besser. Klaro. Ich bin ja nicht selbstsüchtig. Das ist was anderes.

Trotzdem, und ich kann die gestrengen Superdoms schon verächtlich schnaufen hören (und es ist mir VÖLLIG wurscht), ich bin submissiv in erster Linie für MICH. Weil es MIR gut tut. Weil es mich glücklich macht. Weil ich es brauche. Es ist eine willkommene Abkehr vom Alltag. Eine Oase, wo ich Ruhe finde, loslassen darf, wo der Gang an die Grenzen Entspannung, Ausheulen können, einen ausgeschalteten Kopf, einen Reset-Knopf bedeutet.

Und in den paar Jahren, in denen ich jetzt Bdsm aktiv betreibe, und in denen ich immer wieder zwangsläufig neue Männer treffen musste auf der Suche nach jemandem, der zu mir passt (Oh! Noch so eine komische Aussage!!! da kommen wir gleich darauf zurück), habe ich genug erlebt und bin mehr als einmal auf die Fresse gefallen, leider.

Deshalb kann ich für mich persönlich die vor allem von Doms gern gebrachte These, dass Submission nun mal gibt, weil das eben ihr Naturell und ihre Bestimmung ist, und dafür weder Dank noch Gegenleistung beansprucht, noch zu beanspruchen hat (denn das könnte ja als Wunschzettel ausgelegt werden), nicht kommentarlos und umfassend abnicken.

Für mich bedeutet eine gelungene Spielpartnerschaft genau wie eine echte Liebesbeziehung ein ausgeglichenes Geben und Nehmen. Das gilt für Vanillas genauso wie für Bdsmler. Ich meine damit nicht unbedingt während der Session. Oder während des O-Wochenendes im organisierten Kurzurlaub. Da können die Waagschalen sehr ungleich befüllt sein. Obwohl selbst dort auch die Sub was vom Wochenende hat, oder aus dem Spiel ihre Befriedigung ziehen kann. Aber spätestens danach muss der dominante Part eben was zurückgeben. Ob das jetzt Gefühle, Kümmern, auch einen Gefallen tun, im Alltag helfen, wenn man ihn braucht, oder Kopfkino-Leistungen sind, sei dahingestellt.

Ich hole jetzt mal weiter aus:

Es fängt schon bei der Auswahl des Doms an. Ich glaube nicht, dass es dauerhaft gut laufen kann, wenn man zB 50% Passung hat, und der Rest des Neigungsbogens driftet stark auseinander, aber Submission ordnet sich ja schließlich unter, und hält aus, und verbiegt sich für Dominanz, bis sie sich fast das Kreuz bricht, nicht wahr? Nö. Ich sehe nicht ein, dass ich mich andauernd unterordnen soll, aber kein Entgegenkommen des Doms sehe. Verhandlungen sind dazu da, um Kompromisse zu finden. Sprecht mir nach : KOM. PRO. MISS. Das Ding, mit dem beide zufrieden sein können. 70 -30. 60 – 40. Aber nicht 100 – 0. Sonst kann man die Verhandlungen auch gleich bleiben lassen.

Und innerhalb einer wie auch immer gearteten Beziehung achte ich inzwischen schon auch darauf, dass anfängliche Versprechungen und die Realität nicht ZU weit auseinanderklaffen. Und das würde ich auch jeder anderen Sub raten. Man hat nur dieses eine Leben (wahrscheinlich), und man wird nicht jünger.

Vielleicht habe ich einen Wunschzettel. Ich nenne es eine mentale Liste der Sachen, die ich furchtbar gerne erleben will, bevor ich noch viel älter und noch viel grauer bin. Mein Kopfkino, zumindest der Teil, der wahr werden dürfte. Und den umzusetzen ich mich allein nie trauen würde, oder halt einen Partner in Crime dazu brauche.

Ein ganz einfaches Beispiel: Sagen wir, ein Sexerlebnis, das ich unbedingt einmal haben will, ist ein MMF mit meinem Spielpartner und einem anderen Mann. Ob jetzt hart, mit Seil gefesselt, von Beiden geschlagen, als Entführungs-, oder rape play-Szenario, oder soft, mit Kerzen, Champagner, weichen Lederfesseln und Augenbinde, ist hier unerheblich. Es geht ums Prinzip. Wenn ich jemandes Sub werde, und er weiß aufgrund unserer Verhandlungen und Gespräche von meinem Traum (und seid versichert, würde es wahr, ich wäre zuerst mal schockstarr wie ein Reh im Scheinwerferlicht) und ich warte und diene und verbiege mich monatelang. Und es kommt….nix. Nicht mal eine Play Party mit ein bisserl angegrapscht werden. Gar nix eben. Und dann fasse ich mir nach langer Zeit ein Herz und spreche die Thematik an, und dann kommt die Absage, weil “er seine Sub nicht voll mit dem Schlabber anderer Leute will”. Dann ist das Bockmist. Oder eine Sub bekommt bezüglich Ausbildung und D/s das Blaue vom Himmel herunter versprochen. Und Monate später bringt der interne “Kassensturz” gerade mal 20%, umd grenzenlosen Frust.

Leute, ich bin 43 Jahre alt. Ich gebe gern, ich bin devot, ich diene gern. Nichts macht mich so scharf, wie ein ( auch verbal) deutlich spürbares Dom-Sub-Gefälle. Ich habe mich bis dato ganz gut gehalten, denke ich. Aber ich habe trotzdem keine Jahre an Leute zu verschwenden, die meine Kinks, meine Träume, meine Bdsm-bucket list – ja nennt es nur Wunschzettel – nicht wahr machen können, oder das gar nicht wollen.

Submission sollte meiner Meinung nach SEHR genau darauf achten, dass eine Hand die andere wäscht, dass kein dauerhaftes Ungleichgewicht herrscht, und dass sie für ihre Hingabe auch innerhalb eines zeitlich angemessenen Rahmens eine gewisse Belohnung erhält. Auch wenn sie noch so gern dient und gibt. Oder vielleicht gerade deshalb. Weil sie davon lebt, dass sie Lob bekommt. Ein Feedback.

Vor allem, wenn ein Halsband im Raum steht. Darüber hab ich gestern einen Tweet gemacht. Probiert euch erst aus, ergründet eure Submission, und was für EUCH passt. Nicht für einen Dom, und sei er noch so toll. Für EUCH. Sonst ist es wie viel zu früh, womöglich noch als Jungfrau, heiraten, und zack, game over. 

Kann klappen. Man kann ja auch im Lotto gewinnen. 😉

Finde ich halt so.

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Alles auf Pause?

Ich bin gerade echt am Überlegen, ob ich nicht Joy und die SZ auf “Suche nichts, bleibt mir vom Leib” stelle, und sämtliche Profiltexte, die eh keiner liest, lösche.

Es ist mir einfach zu mühsam, und zu deprimierend, nach einem guten Dom, der zu mir passt, Ausschau zu halten. Wobei gut relativ ist, das ist mir klar. Ich bin auch selbstkritisch genug, um darüber zu grübeln, ob ich nicht so überwählerisch und picky bin, dass man mir meinen idealen Herrn wahrscheinlich noch backen muss. Ob ich nicht so viele äußerliche wie innerliche Kriterien erfüllt sehen möchte, dass die gemeinsame Reise extremst anstrengungslos, und genau wie gewünscht für mich verliefe, und ob das dann nicht ein Wunschzetteldom wäre.

Aber nein, nein, ich glaube nicht, dass es meine Aufgabe und Bestimmung als Sub ist, meinem Herrn alle Wünsche zu erfüllen, ohne auf MEINE Wünsche zu achten. Dass ich dazu da bin, nach seinen Wünschen geformt zu werden, und mich nach ihm zu richten, und mich zu verbiegen und zu ändern und….submissiv zu sein, egal was er plant oder will oder für Ideen hat.

Nee. Ich finde, es soll von vorne herein passen, ohne dass ein Teil sich verbiegen muss. Und welcher Teil das wäre, kann man sich ja denken. Und NEWSFLASH….dieser Teil hat keinen Bock auf Unterwürfigkeit ohne spürbare Gegenleistung. Sorry. Ich bin kein doofes Weibchen, das seinen Alltag allein nicht gebacken kriegt, und einen Kerl braucht, der mir alles reglementiert und der über mein Dasein bestimmt. Ich komme klar, danke.

Was soll ich mit einem anfangen, der rein monogam daheim hocken will, wenn mein Wunsch es ist, auf Parties zu gehen, und ich von MMF träume? Was soll einer, der auf FFM und NS steht, mit mir? Ich möchte mich nicht bis zum Umkippen verbiegen und lauter Sachen machen, die ich nicht will, nur weil man als Sub das zu machen hat. Fick dich.

Auf solche Ansagen wie “Ich mag Erniedrigungen und Demütigung. Die Kontrolle über jemanden haben.” auf meine Frage, was jemand in “seinem BDSM ” am liebsten mag, krieg ich Brechreiz. Und dann kommt noch…Heels. Und Halsband. Und Strapse. Und Gerten und Nippelklemmen. Ja, klar. *gähn*

Ich mag auch Erniedrigungen. Aber ich glaube nicht, dass das etwas ist, was du anfangs auch nur in Betracht ziehen solltest, solange du mich nicht echt gut kennst, mein Freund. Weil….Minenfeld, wie schon oft gesagt. Da kommt demnächst ein Blogeintrag drüber. Was geht, und was nicht. Und warum, und warum nicht. Oh, das ist dann schon wieder Wunschzettel, und schon wieder nicht submissiv….;)

Die endgültige Flucht ergreifen die Superherren vom Dienst dann, wenn sie hören, dass ich eine Freundschaft+ mit einem habe, und mit einem anderen Bondage mache. Ja, klar. Glaubst du, du kommst reingeschneit, beschließt, dass du jetzt mein Herr bist, umd ich werde für dich sofort die anderen beiden, die ich mühsam gesucht habe, los? Damit du nach 3 Monaten wieder weg bist, weil ich dir nicht unterwürfig und verfügbar genug war, oder du ne andere Schnalle aufgerissen hast, und dann steh ich da mit….nichts? Träum weiter.

Und ganz ehrlich, 98% der Kerle, deren Profile ich anschaue, sind entweder wegen fehlender Angaben, wegen Aussehen, wegen Entfernung, oder eben wegen Neigungen und genau dieser Art unsäglich-dummdominanter Profiltexte, die Frau schon kennt, schon von vorne herein raus. Ich kann nix dran ändern. Erfahrungswerte. Beim kläglichen Rest kommt kein Gespräch zustande, wo man merkt, dass da ein gewisser Funke überspringt. Eingeschlafene Füße, und kein Bedarf, einen Kaffee mit “uncomfortable silence” zu überstehen.

Und bei den insgesamt 6 Männern, die ich in den letzten über 2 Jahren zum Kaffee oder zum Spielen traf, war einer der Psychonarzisst, an zweien hatte ich trotz suboptimaler Entfernung wirklich großes Interesse, aber sie wollten mich nicht, einer ist ein Twitterer mit sehr verkomplizierenden anderweitigen Beziehungen sowie zu viel Entfernung, und die letzten beiden sind der Kinky Vanilla und der Rigger, und um die beiden bin ich froh, denn sie sind beide echt nette Männer, die endlich mal nicht zu weit weg sind, und gleichzeitig anständige Typen. Und das ist rar, leider.

Mehr ist nicht zu holen, weder auf Joy noch in der SZ. Ich habe alles durch, was nicht viel zu weit weg, oder dieser “vorwiegend dominante” Swingertyp ist, oder Switcher (davon lass ich die Finger, das muss immer mit poly enden), oder zu alt, oder zu jung, oder potthässlich, oder “in fester Beziehung aber Spielpartner suchend” (no thanks)…..

Also überlege ich, ob ich nicht einfach ab und zu den Kinky V treffe, bei dem es immer schön ist, und ich sextechnisch bestens versorgt bin, aber SM -technisch sowie bezüglich D/s das Tumbleweed rollt. Und mit dem Rigger schaue, wo dieses “Bondage” hinführt oder auch nicht.

Und ansonsten die Sache mit dem “Dom” aufgebe. Auch wenn mich der Mangel an Gelegenheit, meinen Masochismus, meine sehr wohl vorhandene Submissivität, und meine EPE-Seite auszuleben, jeden Tag ganz frustriert und irre macht.

Ach verdammt. 😡

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Halsband

Die Frage kam vor ein paar Tagen in einem Mädels-Gespräch im Joy auf. Ist ein Halsband eigentlich wichtig für dich?

Kurze Antwort? JA. Ist es. Es ist mir sehr wichtig.

Dieses Thema ist immer so ne Sache, die ich eigentlich vermeiden möchte, und gar nicht drüber nachdenken. Weil ich ja keines habe. Und noch nie eines hatte. Weswegen ich je nach Tagesform manchmal ziemlich geknickt bin, zumindest, wenn ich auf Twitter mitbekomme, dass Leute eins bekommen haben, selbst wenn das teilweise Leute sind, die gar nicht überreißen, worum es geht, und das gar nicht wertschätzen, eines zu haben, oder zu vergeben.

Ich muss zugeben, dass ich so einen Stahl-Halsreif samt O-Ring, oder sonst so ein auffälliges Teil nicht tragen würde, bzw könnte. Ich verbringe mein Leben in einer Vanilla-Umgebung, und möchte da nicht rausstechen wie ein bunter Hund. Aber es gibt ja auch schöne, subtile Lösungen, absperrbar, und trotzdem alltagstauglich. Man könnte jetzt natürlich sagen “zuerst will sie ein Halsband, und dann schämt sie sich dafür, mit einem Halsreif rumzulaufen, anstatt stolz drauf zu sein. Die weiß ja auch nicht, was sie will!” Aber so ticke ich halt nicht. Ich bin mit mir selbst und meiner Veranlagung absolut im Reinen, aber ich bin noch nie der Typ gewesen, der im Zentrum des Interesses stehen wollte, oder den Mittelpunkt der Party an sich reißt. Und ich habe den ganzen Tag Kontakt mit Normalos, wohne in einem Kaff, und habe absolut keine Lust auf einen Spießrutenlauf. Und den hätte ich auf diese Art. Und nein, da stehe ich nicht drüber, und es wäre mir total unangenehm.

Und trotzdem ist, bzw wäre, ein Halsband enorm wichtig für mich. Und aus dem Grund nutzen mir auch sämtliche selbst gekauften Bänder oder Ketten nichts, außer, dass sie hübsches Beiwerk zum “Sub-Kostüm” sind. Aber…Sie sind bedeutungslos. Tand, den man bei Zara und H&M kaufen kann.

Warum aber ein Halsband?

Erstens sind Halsbänder ein kleiner Fetisch von mir. Ein Spielhalsband auf jeden Fall. Muss sein. Sieht toll aus, fühlt sich gut an, und hilft, im Kopf den Beginn einer Session zu markieren. Den Punkt, ab dem die Sub raus darf. Aber sogar so ein Halsband möchte ich mir eigentlich nicht selber kaufen müssen. Und auch bei einem Spielhalsband möchte ich mein EIGENES. Im Sinne von “nur für mich”. Ich möchte nicht, dass das vor mir schon eine trug, oder eine trägt, wenn ich nicht da bin. Meins.

Und auch ein “richtiges”, permanentes Halsband, ist ein Fetisch von mir. Ich bin halt der Typ, dem das Kopfkino beschert, und den das -vielleicht ja zu Unrecht- in Sicherheit wiegen würde. Stolz machen. Ihm zu GEHÖREN. Bei mir geht das, in der idealen Beziehung, die auf “ewig plus x” ausgelegt ist, über ein Halsband hinaus bis hin zum Tattoo im Nacken. Oder so.

Im Umkehrschluss würde das mit dem Halsband nämlich bedeuten, dass man es jemandem wert ist, es auszusuchen (mit mir zusammen, bitte), es zu bezahlen, und zu verschenken. Dass dieser jemand einen wirklich haben will, und behalten will. Sich kümmern will. Ein Partner ist, für Sorgen und Nöte und mimimi, und nicht nur für Sex. Verantwortung als dominanter Partner übernimmt. Stolz darauf ist, dass man ihm gehören will, und das der Welt und der Konkurrenz zeigen möchte. Die Sache ernst ist, und langfristig ausgelegt.

Ja, da wird dann – vor allem nach Genuss meines letzten Blogeintrags- schnell klar, warum ich keines habe.

Aber die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt. Es ist mir auch egal, ob es eine absperrbare Kette ist, oder ein Armreif mit Schräubchen. Sogar ein schöner, gravierter O-Ring tut es, bzw täte es mir. Irgendwas, verdammich. Ein SYMBOL. Darum geht es.

Und ganz ehrlich….Ich habe neulich die Umfrage des geschätzten Herrn Falbalus auf Twitter gesehen. Ich finde sie leider nicht mehr, aber es ging um Halsbänder, und wer sie wie warum erhält oder aussucht etc. Beim letzten Zwischenstand, den ich noch im Kopf habe, hatte ca 1/3 der Subs angegeben, dass sie sich das Halsband selbst besorgt haben. Und ungefähr 1/3 hatte gar keins.

Falls es dabei geblieben sein sollte, finde ich das ziemlich traurig, und kann den Gedanken nicht abschütteln, dass in der heutigen Dating-Kultur Verantwortung, Verbindlichkeit, mit dem Partner zufrieden sein, ANKOMMEN, total out sind. Ohne diesen Zwang, immer wieder gucken zu müssen, ob nicht vielleicht doch noch was besseres zu holen ist. Deshalb haben die Herren auch kein Interesse, ein Halsband zu vergeben. Da hängt ja ein Rattenschwanz an Zeugs dran, das mit bisserl hart ficken nicht viel zu tun hat.

Außer natürlich, sie gehören zu dieser lächerlichen Gruppe der FSoG erzeugten Twitterdoms, die ihre “D/s-Beziehung” exklusiv online pflegen, hinter dem Rücken der Ehefrau, Freundin, oder im schlimmsten Fall der Mutter, sofern man noch im Jugendzimmer daheim residiert, aber auf Twitter schon Daddy von einer Handvoll Kittens und Princesses ist. Diese Sorte vergibt Halsbänder wie andere Leute Trinkgeld. Etwas inflationär.

Wie auch immer. Ich kann hier nur nochmal wiederholen, was in besagtem Gespräch auch rauskam.

Ein Halsband zu haben, oder ein anderes Symbol einer D/s-Beziehung, ist für mich und meinen Kopf immens wichtig.

Ich kann und will aber nicht *irgendwas* tragen, sondern es muss zu mir und meinem Leben passen. Sprich, ich möchte ein Mitspracherecht, WAS gekauft oder bestellt wird.

Mein Halsband soll ein Unikat sein. Graviert, vom Goldschmied, mit Bedacht ausgesucht, whatever. Für MICH. Keine Second Hand Dinger , die schon um den Hals einer anderen Sub waren.

Und wenn ich mal jemanden “festes” finden sollte, und das Thema immer wieder totgeschwiegen, verzögert, drum herum geeiert wird, dann werde ich meine Konsequenzen ziehen. Denn entweder will MANN mich haben, oder nicht. Und wenn du mich willst, dann steh zu uns, and “you should’ve put a ring on it” 🎼🎵🎶🎵🎤” .

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Und ewig grüßt das Murmeltier

So, es ist mal wieder Zeit für etwas Mimimi. Habe mich vorgestern im Joy über Erwartungen, Erwartungshaltung, Vertrauen unterhalten.


Und da schrieb ich das hier : “ich habe über die letzten 2 oder 3 Jahre gemerkt, dass man so gut wie nichts glauben kann, was man erzählt bekommt. Das geht schon bei den eigenen Fotos an, die von vor 10 Jahren und 20 kg sind bei manchen. Freundinnen, Subs, Ehefrauen werden verheimlicht. Es wird einem alles vom Himmel runter gelogen und versprochen, was nicht angenagelt ist, von Halsband über Ausbildung bis Partybesuche. Und nichts wird gehalten, oder es wird geflissentlich plötzlich “vergessen”. Kommunikation ist Mangelware. Zweimal in 2 Jahren wurde ich geghostet. Ghosting, d. h. dass man über Gespräche, WA, sogar Treffen eine wie auch immer geartete Bindung aufbaut, und sich dann plötzlich über Nacht verpisst, und weg ist. Piff. So wie Zigaretten holen gehen und nie wieder kommen, nur auf Social Media Art. Das ist extrem verletzend, selbst wenn man nie eine enge Beziehung hatte, und sich auch nie real life traf. Dabei kann man mit mir echt reden. Ich bin schon groß. Ich erwarte von niemandem die wildesten Sachen, bin nicht auf der Suche nach Ehe oder Versorgung oder sonstwas. Ist total ok, nur eine Spielbeziehung zu haben, oder sogar nur Sextreffen. Aber etwas Ehrlichkeit und den Anstand, offen mit mir über das, was geht oder eben nicht, und was man will, oder eben nicht, zu reden, und mich nicht auf die Wartebank zu setzen und hintenrum zu ersetzen, oder, so wie der letzte jetzt, mich 3 Wochen mit “alles bestens, ich melde mich” im Urlaub zurückzulassen, mit der Option auf ein zweites Treffen, und jetzt plötzlich nicht mehr zu reagieren, aber aus dem Nichts ne neue Sub auf dem Profil, das ist einfach unterste Schublade. Und ich bin so weit, dass ich einfach niemandem mehr irgendwas glauben kann, und es mir sehr sehr schwer fällt, über reines Ficken hinaus irgend jemanden an mich ranzulassen. Und nicht mal daran habe ich Interesse. Emotional hab ich einen eiskalten, dicken Panzer, und hasse das, aber die Männer der letzten Jahre haben es eben so weit gebracht. Ich bin an der Schwelle dazu, allein bleiben zu wollen, weil ich mir bei jedem Interessenten nur denke “Red du nur, alles sowieso nur das übliche blabla und nix dahinter”. Und ich HASSE das, weil ich eigentlich nur jemanden will, dem ich endlich genug bin für mehr als mal drüberzurutschen, und der mich nicht wie Scheiße behandelt, und deshalb habe ich gar keine Lust mehr, Leute zu treffen, denn dann kann ich’s vermeiden, dass Enttäuschungen passieren.”

Ja, so sieht es aus gerade. Es kotzt an. Massivst.

Und ich habe viel gegrübelt. Liegt es an mir? Habe ich einen “Opfer”-Stempel auf der Stirn? Verhalte ich mich, und schreibe, und wirke wie leichte Beute? Habe ich einfach nur jahrelanges, unglaubliches Pech?

Ich weiß es nicht. Ich sortiere die Leute eigentlich extrem aus, habe einen Alpha-Bitch-Profiltext, gehe selbst auf andere Profile, lese mir alles durch, versuche, mir einen ersten Eindruck zu verschaffen. Beim ersten blöden Kommentar, wenn ich merke, da ist ein Swingertyp, ein Rumficker, ein Dummdom, ein “eher dominanter” Möchtegern am Werk, wenn mein Bauchgefühl mir sagt, dass der Typ eigentlich nur mal ficken und fallen lassen, oder nur mal ne Frau vertrimmen will, dann bin ich sofort weg.

Von daher würde ich sagen, nein, ein leichtes, naives Opfer bin ich nicht. Mich real life zum Kaffee, oder noch weiter, zu kriegen, ist nicht leicht. Im Gegenteil. Die, die das schaffen, liegen sozusagen im Promillebereich der Anschreiben.

Und trotzdem. Mit den ganz wenigen, die es geschafft haben, bin ich fast durchwegs entweder kapital auf die Fresse gefallen, weil sie entweder eben doch nur mal ficken wollten, oder jenseits von jedem SSC und jedem Anstand sadistische Frauenverklopper, oder narzisstische, gut getarnte Psychopathen waren. Oder eben aufgrund der Entfernung, die ja für mich auch ein großes Problem ist, oder aufgrund meines Alters? meines Aussehens? meiner Figur? meiner Unfähigkeit, dauernd auf Abruf verfügbar zu sein? meiner Kinder, die halt im Zweifelsfall immer vor dem Dom drankommen? das Interesse verloren….? Gute Frage, denn gesagt bekam ich es ja nie. Entweder kamen nette Floskeln, oder man hüllte sich in Schweigen und stellte sich plötzlich tot. Sehr erwachsen, wirklich.

Bin ich zuviel Arbeit? Nicht unbedarft und “neu” genug, dass man mich noch einfach über den Tisch ziehen könnte? Zu anspruchsvoll?

Das denke ich nämlich nicht. Ich habe keinen festgelegten Männertyp. Ich suche auch niemanden mit Helikopter, der mir mein Leben bezahlt. Und ich habe auch keine übersteigerten Erwartungen. Natürlich ERWARTE ich bestimmte Dinge. Übersteigert sind die aber nicht. Ehrlichkeit, Offenheit, dass derjenige sein Leben und seine Finanzen unter Kontrolle hat (denn einen, den ich am Ende durchfüttern soll, binde ich mir sicher nicht ans Bein), Intelligenz, Eloquenz, Gepflegtheit, Tageslichttauglichkeit, Humor, Wissen und Erfahrung in Sachen BDSM, zeitliche Unabhängigkeit, und eine gewisse Passung in Bezug auf unsere Ansichten von BDSM und Kinks. Natürlich ist es nie einfach, auch in Vanillaland, jemanden zu finden, der zu einem passt, aber nein, wenn DAS übersteigerte Erwartungen und zu hohe Ansprüche sind, dann finde ich das erstens traurig, und zweitens bleibe ich dann wohl wirklich lieber allein. Denn mit halbherzigen Lösungen, nur damit ich den Arsch vollkriege oder einen “Dom habe” , geb ich mich nicht ab. Dazu bin ich mir echt zu schade.

Ich gehe auch wirklich ohne Erwartungshaltung in einen Kontakt hinein. Und ich bin schon groß, wie gesagt. Man kann mit mir reden. Ich kann auch ein “Nein danke” vertragen. Aber diese Art, über Tage eine gewisse emotionale Bindung online aufzubauen, und dann plötzlich stumm zu werden, weil irgendwas besseres ums Eck kam, oder jeden Kaffee egal wo auch immer, zum Anlass zu nehmen, zur Belohnung für auf sich genommene Mühen (?? sprich, das Treffen) das Recht für sich verbuchen zu wollen, einen mindestens noch schnell abzugrapschen, oder einmal drüberzusteigen…da komm ich echt nicht klar drauf. Und zusammen mit den Verarschereien und Lügen der letzten 2 Jahre bin ich echt….mürbe geworden. Traurig, enttäuscht, frustriert. Vor allem, weil die einzigen zwei oder drei überhaupt akzeptablen Zeitgenossen sich im Endeffekt genauso weggedrückt haben wie der Rest, und bei denen schmerzt es umso mehr, als man es ausgerechnet von denen wirklich nicht erwartet hätte.

Vielleicht ist auch einfach mein Bauchgefühl Scheiße, und funktioniert nicht.

Und jetzt bin ich soweit, dass ich schon überlege, SZ und Joy zu deaktivieren, und es einfach bleiben zu lassen. Mir graust es inzwischen richtig davor, jemanden zu treffen. Und gleichzeitig möchte ich SOOOOO gerne endlich ankommen bei jemandem, dem ich nicht nur lästig oder zu viel Umstand bin, oder zu wenig, und der mich nicht nur als schnelle Beute am Wegesrand sieht, und mit dem ich endlich irgendeine Art von Beziehung oder Dynamik entwickeln kann. Dem ich genug bin, ohne dass er bescheißen und hintergehen muss.

Und die letzten drei Jahre haben im Endeffekt eben wirklich dazu geführt, dass mein Vertrauen auf dem Nullpunkt ist. Ich glaube momentan eigentlich niemandem mehr irgendwas. Ich nehme Sachen, Fakten, Versprechungen, Pläne etc im Gespräch zur Kenntnis und lächle, aber innerlich prallt alles ab. Wenn ich mich nicht öffne, dann gibt es auch keine Enttäuschung. Ich hasse, dass das so ist. Aber ich kann es nicht ändern, und weiß auch nicht, ob ich das jemals wieder wegbekomme. Eigentlich ist Vertrauen, oder ein gewisser Vertrauensvorschuss gegenüber neuen Leuten, die für ihre niederträchtigen, beziehungsunfähigen, anstandsbefreiten Geschlechtsgenossen ja nichts können, wichtig. Insbesondere für “irgendwas mit D/s”. Unabdingbar. Aber ich kann nicht.

Tja, mal sehen, wohin das noch führt. Und ob ich ein paar Steine aus der Mauer wieder rausbrechen kann. Wenn ich es mir aussuchen könnte, wäre ich auch lieber normal. Vanilla. BDSM hat mir, seit ich jetzt dabei bin, abgesehen von der ein oder anderen interessanten Erfahrung und dem ein oder anderen markerschütternden Orgasmus letztendlich nur Herzschmerz, Verletzungen, Frust, Enttäuschung gebracht. Aber ich kann nicht anders, als, wenn dann, in diesem Bereich weiterzusuchen. Es hilft ja nix, ich bin was ich bin, und ich kann es mir nicht abgewöhnen. Die letzten 20 Jahre Vanilla haben ja nicht ohne Grund auch nicht funktioniert. Da hängt ja mehr als Sex dran, es geht um die komplette Beziehungsdynamik, die einfach nicht funktionieren kann. Also ist guter Rat wirklich teuer.

Das hier war jetzt natürlich mimimi auf hohem Niveau, wenn man bedenkt, dass mein Leben ja generell nicht komplett Scheiße ist, aber es musste einfach mal raus. So. Puh.



Nachtrag Anfang März 19…

Habe meine Wunden geleckt, bin aufgestanden, hab mein Krönchen gerade gerückt. Liegenbleiben gilt nicht. Es hilft ja nix.

Profiltext Joy ist geändert, Auswahl ist auf “nicht aktiv auf der Suche” gestellt, und das trifft es ganz gut. Ich suche gerade nicht mehr. Ich habe in meiner Gegend jedes auch nur halbwegs akzeptable Profil besucht, und es ist momentan einfach nix mehr dabei, wo mein Bauchgefühl mir sagen würde, dass sich ein Kontakt lohnen könnte.
Wenn sich irgendwann zufällig ein nettes Gespräch ergibt, oder ein Treffen, dann ist das gut. Wenn nicht, dann nicht.

Ich bin ja auch nicht schlecht dran, objektiv betrachtet.
Es gibt den Kinky V, und seit ein paar Wochen den Rigger, mit dem ich ab und zu SeilBondage erleben darf. Alles noch in den Kinderschuhen, aber ich kann jetzt schon sagen, dass ich Seil LIEBE. Und mit dem Ex habe ich sozusagen eine “Freundschaft- “.  Gemeinsames Kümmern um die Brut auf rein freundschaftlicher Basis, und wenn z.B. handwerklich was zu tun ist, dann ist er da.


Das SM -Element wird dieser Tage sehr dürftig bedient, und das D/s-Element so gut wie gar nicht. Mich fallen lassen zu können, und den Kopf frei bekommen, gelingt nur selten.

Aber es ist momentan gut, wie es ist.
Zur Ruhe kommen. Nicht der Karotte am Stock hinterherhampeln, sondern sich auf den eigenen Wert besinnen. Schöne Erlebnisse und Nachmittage genießen, ohne innere Unzufriedenheit, dass *irgendwas fehlt*.
Und wenn das *irgendwas* des Weges kommen soll, dann wird das so sein, und dann kann ich denjenigen ja nicht vorverurteilen, für alles, was vergangene Kerle je verbockt haben.


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Vanilla goes BDSM

Tja nun. Die Play Party.

Ich hatte ja genügend Monate verdaddelt und genügend Samstag Abende mit Rauchwölkchen über der Stirn allein auf der Couch gesessen in den letzten eineinhalb Jahren. Für mich ist “rausgehen und Gleichgesinnte treffen”, zu welchem Zwecke auch immer, mit Klamotten auswählen, aufhübschen, Haare machen, sich mal wieder zur Abwechslung als potentiell sogar begehrenswerte Frau fühlen, High Heels tragen, um dann auf einer Veranstaltung auftauchen ein wichtiger Bestandteil meines Bdsm. Ist halt so.

Die Atmosphäre, die Sinnesreize, die Tatsache, dass mich so manche Locations, die Outfits der Gäste, sowie die Musik auf den Floors sehr an meine geliebten Rock Clubs der 90er Jahre in London erinnern (minus Spielgeräte), in denen ich mich, so oft es ging, bis 4 Uhr morgens rumtrieb. Sehen und gesehen werden, zuschauen und ja, auch zuschauen lassen. Der Austausch mit anderen Leuten. People watching, generell. Das Leben aufsaugen. Das sind alles Dinge, auf das ich nicht verzichten will. (Und weil ich ein offener Mensch bin, steht das auch auf meinem Profil, übrigens. Jahrelanges allein zu Zweit sein daheim, ohne ab und zu mal Abwechslung, ist nichts für mich.)

Die SRD mit dem Ritter hat mir das nochmal ganz deutlich gezeigt. Ich will raus, und geile Nächte erleben. Ich habe viel aufzuholen. Zwei Jahrzehnte, so ungefähr. Nun gut. Parties gibt es relativ häufig, aber ich habe ja nur zu bestimmten Jahreszeiten die Möglichkeit, am Samstag Abend feiern zu gehen. Oder eben Spielen.

Da kam mir die Ankündigung für eine Play Party, auf der auch interessierte Anfänger willkommen sind, und wo in relativ kleinem Kreis gespielt wird, gerade recht. Ich trug das Ganze dem Kinky V vor, und siehe da, er hatte Zeit an dem Tag, und war Feuer und Flamme bezüglich der Idee. (Wenn ich auch im Nachhinein glaube, dass er keine so wirkliche Vorstellung davon hatte, was da auf ihn zukommen würde. Aber dazu später mehr)

Nun ja. Ganz ehrlich? Also…..EIGENTLICH wäre es mir lieber gewesen, mit jemandem dort aufzutauchen, der auch wirklich ein Bdsmler ist. Einfach, weil ich von vorne herein schon wusste, dass ich als eine Art Lehrerin mit Lehr-Körper dort sein würde. Und wer erklärt, seinen Hintern hinhält, und zwischen der kinky Vanilla-Welt und der SM-Welt zu vermitteln versucht, der kann natürlich nicht selbst so in den Sub-Modus gehen, die Kontrolle abgeben, und sich fallen lassen, wie ich das halt so gern mal wieder würde. Aber ein Dom, der mir passt, und dem ich passe, fällt nicht mal kurz vom Himmel, und der Kinky V hatte ja schon lange sein Interesse am “sich das mal anschauen” bekundet.

Allein dort hinzugehen, war auch keine Option. Ich kenne dort keine Menschenseele, und zum zwei Cola Zero trinken und bissel small talk halten fahre ich nicht 2 Stunden hin und wieder zurück auf so eine Party. Mal abgesehen davon, dass es rein theoretisch auch so enden könnte, dass ich mich den ganzen Abend irgendwelcher ungebetener Avancen erwehren müsste. Nein, das mag ich nicht. Ich hasse diese notgeile Nachsteigerei ja schon im Joy, schriftlich, wie die Pest.

Das ist bei mir übrigens auch mit allen anderen Clubs oder Events so. Alleine in einen Swinger Club gehen, oder sonstwohin, mir bei einem einschlägigen Veranstalter im Joy einen Gang Bang buchen, HÜ-Parties, Play Parties, was es nicht alles gibt….lässt mich alles völlig kalt. Total. All diese Dinge, die irgendwelche Fremden bzw nicht zu meiner Beziehung gehörigen Zeitgenossen wie auch immer involvieren, werden für mich persönlich nur und ausschließlich im D/s-Kontext interessant. (und selbst dort nur als besonderes Highlight, und nicht als Normalzustand) Und dafür braucht es eben einen Dom. Und eine Beziehung. Tja nun.

Ich bin ja ziemlich pragmatisch, wie wir wissen, und der Spatz in der Hand….Nun denn. Mit dem Auftrag versehen, mich um zwei Tickets zu bemühen, tat ich genau dieses. Bei der Gelegenheit lernte ich auch gleich dazu, dass das im Joy schön groß und breit oben auf meinem Profil angezeigt wird. Äh ja, ok. Da muss ich nächstes Mal gucken, wie das) eventuell auch anon geht.

Und dann war er da, der Samstag. Die Klamottenfrage hatte ich für mich so gelöst, dass ich eine schwarze, weiche, dehnbare Corsage mit Vorderreißverschluss und dazu einen ganz normalen (Kunst)ledermini, sehr moderat bis zwei Damen-Handbreit überm Knie, trug. Aus Gründen. Dazu weinrote High Heel Booties und schwarze, passende Strümpfe. Etwas Schmuck, aber wenig, weil der beim Spielen sowieso nur im Weg ist, und ein hoch gebundener Pferdeschwanz. Ta-daaa, fertig. Ach so, ja. Und ein Halsband. Meins halt. Reine Deko ohne Symbolik und ohne Bedeutung. Da fällt mir ein, über “das Halsband” muss ich auch mal bloggen. Seufz.

Beim Kinky V noch duschen (den ich hier mal ausdrücklich auch ob seiner Hygiene loben möchte. Ein so perfekt sauberes Bad -in einer ebenso sauberen Wohnung- mit schon herausgelegten frischen Duschtüchern findet man bei nem single Kerl auch nicht jeden Tag), nachrasieren, umziehen, und weil er eben ein lieber, fürsorglicher Typ ist, der sich nicht nur um sich selber kümmert, gab es noch was zu futtern. Das hatte ich nämlich daheim nicht mehr geschafft, und auf dem Weg war beim Goldenen M so dermaßen die Hölle los, dass ich mindestens 45 Minuten verspätet gewesen wäre. Und “gar nix essen” hatte ich auf der SRD schon. Was auch der Tatsache geschuldet war, dass dort im Vorfeld mit Fingerfood und kleinen Speisen geworben wurde und es dann ganze 3 Teller Spekulatius an der Bar gab… Sorry, ich bin verfressen. Ich mag vor einer Party oder Session nix bzw nur wenig essen. Was man nicht im Bauch hat, kann einem auch nicht hochkommen. 😉 Aber HINTERHER bin ich immer hungrig wie ein Löwe, und es nervt mich, wenn ich so ins Bett muss, nur weil der Kerl so ein Intervallsfresser oder nie hungrig oder Kalorienzähler ist. Also Pasta, wenn auch “vorher”.

Dann die Fahrt, Parken kein Problem, unsere zusammengewürfelten Spielzeuge in der -natürlich schwarzen- Tasche, (SO viel besitze ich nicht als Sub, ich kam bis jetzt immer mit Männern zusammen, die ihre eigenen Sachen hatten, und so picky, dass man für mich alles neu kaufen muss, sogar die Sachen aus Kunstleder, Gummi, oder Edelstahl, bin ich nicht. Gut reinigen tut’s mir) den Bastardo unterm Mantel versteckt, klingelten wir.

Ohhh…..die Türe zu einer anderen Welt ging auf. Und wie schön es dort war. Hach. Warm, sehr angenehme Musikbeschallung, weder zu laut noch zu leise, und auch nicht aufdringlich. Wirklich schön hergerichtet, Laminat- bzw Fliesenboden, (fake) Steinwände, die Farbe Rot herrschte mal wieder vor, und drei verschieden große Räume mit weit offenen Türen. Vom Style her waren die Räume alle etwas verschieden.

Der größte Raum beherbergte nebst großem Bett, Pranger, diversen Deckenhaken und Böcken/Stühlen, und dem obligatorischen Andreaskreuz auch die kleine Bar. Der nächste Raum ein kunstlederbezogenes Bett, einen Bock, und das nächste Kreuz. Der dritte Raum hatte diverse Deckenhaken, Flaschenzug, zwei Stühle, 2 Böcke, einen Käfig……Dann gab es einen Umkleidenbereich, eine große und saubere Dusche, Toilette, Riesenstapel frische Dusch- und Handtücher, einen Schaukasten mit wunderschönen Schlaginstrumenten, die man käuflich erwerben hätte können…Und am Treffpunkt der drei Haupträume, sprich, in einer Nische des umgebauten Hausgangs, stand ein Gynstuhl.

Ok. So auf dem Präsentierteller für wirklich jeden, der da vorbeiläuft, ist mir das mit dem Zuschauen lassen -zumindest noch – deutlich zu krass. In einer Ecke, hinter irgendeiner Wand, wäre mir sowas wie ein Gynstuhl doch wesentlich lieber. (mal abgesehen davon, dass wir weder das Equipment noch das Wissen um diverse Nadel- oder Doktorspielchen dabei hatten. Und für sowas einfach die ganze Dynamik stimmen muss. Also nein, der Gynstuhl war für diesen Abend nicht meins).

Wir stellten unsere Tasche ins Regal, zogen die Jacken aus, wechselten die Schuhe, und gingen in den Hauptraum, um uns was zu trinken zu holen und uns umzusehen. Es war nicht überfüllt dort, obwohl nach uns noch ein paar Leute eintrafen. Insgesamt waren wir vielleicht 17 oder 19 Leute. Es verlief sich.

Ich kann mich an ein Femdom Paar erinnern, das sehr nett war, und mit dem wir später an der Bar ins Gespräch kamen. Der Sub war ein echtes Sahneschnittchen, und das kann ich beurteilen, da er oft genug komplett nackt, und dabei recht erregt, an diverse Deckenhaken festgekettet war. Der Gute war auch ziemlich maso, und seine Herrin kam beim Spielen doch selbst ins Schwitzen. Auf jeden Fall kann sie mit den Werkzeugen wie Bullwhips oder Katzen oder langen Gummizungen genauso umgehen, wie mit Nadeln, Dilatoren etc. Dieser Sub war nämlich ziemlich oft ziemlich lautstark am Jammern. Und zwar genussvoll, vor allem auf dem Gynstuhl, den die beiden an diesem Abend fast exklusiv belegten.

Dann gab es einen einzelnen, maskierten Sklaven, der eigentlich denn ganzen Abend nur rumstand, und doch ganz am Schluss, als wir am Gehen waren, noch von einem Mann den Arsch voll kriegte. Ob das der Plan war, oder ob sich spontan noch jemand seiner erbarmt hat, weiß ich nicht.

Des weiteren gab es zwei Dreiergespanne. Einmal in schwarz-PVC, eine der Damen gegenüber der zweiten Sub eher dominant, gegenüber dem Kerl aber beide devot. Und einmal war da ein Kleidungs- wie Mottotechnischer Ausreißer, nämlich ein Mann im einzig weißen Hemd weit und breit, der etwas wie das Kind seiner Damen wirkte, denn er war wirklich ne halbe Portion, und hatte zwei sehr ausladende Rubensdamen in vollem O-Kostüm dabei. Unterbrustkorsett, O-Rock, Strümpfe, High Heels, Stahlhalsband. Und mit den Händen brav aufm Rücken und Füße hüftbreit auseinander beim Warten an der Bar. Ist eine von diesen GOR-Stellungen, glaube ich, die mir persönlich gar nichts geben, und die ich auch optisch ausgesprochen unvorteilhaft finde. Da steht man rum wie so’n Cowboy. Dieses Dreiergespann hat überhaupt nicht mit irgendjemandem interagiert, war kaum mal an der Bar, und hat nie ein Spielgerät benutzt, nicht mal den Pranger direkt neben ihnen, sondern war nur den ganzen Abend zu dritt auf dem großen Bett neben der Bar, wo die Damen miteinander knutschen und fummeln durften oder sollten, und das Weißhemd Fesselungen machte und zuschaute. Voll bekleidet, von Anfang bis Ende, und ohne eine einzige sexuelle Interaktion mit seinen Damen. Ich versteh es nicht. Aber wenn es sie glücklich machte, bitte.

Auch kann ich mich an drei klassische Dom-Sub-Paare erinnern, die wir immer mal wieder beim Spielen beobachteten, oder die in den Räumen eben neben uns waren. Einer von den Herrn ging sofort in die vollen mit großen Floggern, und ich hätte gewünscht, er hätte besser gezielt, da er schon einige Male für meinen Geschmack Richtung Nieren kam. Aber müssen die beiden selber wissen.

Bei einem anderen Paar bin ich mir bis jetzt nicht sicher, was deren Dynamik eigentlich war. Ich ordnen das unter “bratty” ein, da die Sub jedesmal, wenn sie eins draufbekam, ihren Dom mit Blicken und wohl auch mit Worten zu mehr herausforderte, und ihn provozierte. Kann ich nix dazu sagen, ist nicht meine Denke, not my cup of tea.

Dann gingen wir spielen. Und weil ich ja zwar Sub, aber halt doch Spielmacher war, steuerte ich erst mal auf eine Nische im dunkelsten bzw am wenigsten taghell beleuchteten Raum zu. Man ist ja nie allein da drin, und auch wenn sich jeder eher um sich selbst kümmert, ist das ein durchaus gewöhnungsbedürftiger Umstand, zumindest für mich, die ich weder gern irgendwo im Mittelpunkt, noch exhibitionistisch veranlagt bin, und die ich mich gerne in schummerig beleuchtete Eckchen abseile, wenn es geht.

Tja, was soll ich sagen? Die Mitte des Raumes, ohne Fluchtmöglichkeit, weil Deckenhaken, bekam ich auch noch ab, und der Kinky V kann auch mehr als bissel fester streicheln, wobei ich gut daran tat, die Klamotten für den Abend genau so zu wählen, wie ich sie eben wählte. Mit der Corsage geöffnet und nach unten gezogen, und dem Rock nach oben geschoben bis übern Arsch hoch, waren genau die Teile bedeckt, wo er sowieso nicht hinschlagen sollte. Um den Rest musste ich mich dann noch möglichst subtil kümmern.

Und das ist auch gleichzeitig das Problem bei so einem Abend. Loslassen und vertrauen, und mich auf mich selbst konzentrieren, kann ich da natürlich nicht. Ich glaube, der Kinky V ist wirklich wenig sadistisch, und weiß gleichzeitig überhaupt nicht, wie sich das, was er macht, anfühlt. Er hat sich die Handhabung des Stocks abgeschaut, und beobachtet, wie andere Leute damit ein Spiel aufbauen, aber wissen, wie man dosiert, oder wie weh es tut, wenn es schon die und die Spuren gibt, tut er nicht. Da hat er irgendwie kein Gespür, keinen Bezug zu. Er hat ja auch meine winzig kleine offene Stelle gar nicht bemerkt. Absichtlich eindreschen, den Bogen überspannen, einfach drauflos prügeln, das macht er nie. Wenn ich heulen müsste, dann würde er sofort aufhören, und würde sich wahrscheinlich irgendwie schlecht fühlen. Er ist halt kein Sadist, und auch kein wirklicher Bdsmler, sondern ein kinky interessierter Swinger, aber wirklichen Bezug zum Schmerzspiel hat er nicht, und daran merkt man das eben.

Ich denke auch nicht, dass sich das je ändern wird, und das will ich auch gar nicht. Man kann Leute nicht zwingen, etwas vorzuspielen, was sie nicht fühlen, bzw sind. Er sagt von sich selber, dass er nicht dominant ist, und ja, da hat er recht. Aber das weiß ich ja, und wir haben ja auch eine Freundschaft+ mit Anflügen von Kinky Vanilla -Bdsm, und keine D/s Beziehung. Und er wollte mal sehen, wie so eine Spielparty ist. Und er hat viele Eindrücke mitgenommen, wenngleich ich auch denke, dass er mit einigen Dingen nicht wirklich was anfangen konnte.

Tja, und so ergab es sich, dass ich an diesem Abend in den Genuss eines der Kreuze, eines Deckenhakens samt Seilzug, eines Bockes und eines verstellbaren Teils mit Gurten zum Festzurren des “Opfers” kam, auf dem ich dann auch mithilfe des Wands kommen durfte, bis ich um Stop bettelte, und mit sämtlichen mitgebrachten Spielsachen wie Klammern, zwei verschiedenen, eher kürzeren Peitschen/Bloggern, zwei Paddles und dem Bastardo bearbeitet wurde, allerdings fast ausschließlich am Arsch, weil sich der Herr wahrscheinlich nicht sicher ist, was er wie mit den restlichen Körperteilen so alles anstellen kann. Was dazu führte, dass mein Hinterteil ansehnlich gestreift, und ziemlich glühend warm war. Für meinen KOPF hat das natürlich alles eher wenig gebracht, aber das wusste ich ja vorher schon.

Was ich außerdem für mich persönlich gewinnen konnte, war die Erkenntnis,

dass ich mich in heller beleuchteten Räumen eher unwohl fühle als in schummerigen, indirekt beleuchteten.

dass “Zuschauen” live und in Farbe mich nicht halb so sehr anmacht, wie wenn ich daheim einen guten Bdsm Porno gucke. Warum? Keine Ahnung.

dass ich wahnsinnige Schwierigkeiten habe, mich auf MICH zu konzentrieren, und noch mehr, zu KOMMEN, wenn 2 Meter neben mir und 3 Meter hinter mir andere Leute stöhnen, oder das Sahneschnittchen vor Schmerzen laut rumjodelt. Da wurde sogar der Einsatz des Wands zur Geduldsprobe. Die andauernde Ablenkung empfindet mein Geist wohl als ziemlich störend. Play Parties können für mich in der Schlussfolgerung also schöne Abende unter Gleichgesinnten sein, aber für intime, emotional tiefgehende Sessions und für viele, tolle Orgasmen eignen sie sich nicht. Oder aber die Begleitung, und damit die Stimmung, müsste eine andere sein….🤔

Was den Kinky V angeht, denke ich, dass es ihm auf der einen Seite gefallen hat, und er das ein oder andere für sich mitnehmen konnte, er aber auf der anderen Seite sicher etwas “geschockt” von der Intensität des Spiels, oder den Schmerzensschreien war (obwohl das hier bei weitem kein Edge Play war), und sich sicher manchmal etwas vorkam wie im falschen Film. Und….er ist halt ein Swinger-lastiger Typ. Bei ihm endet das Denken immer beim “ficken”. Ich hatte ihn schon vorab vorgewarnt, dass “SMler nicht ficken” (vielleicht). Und tatsächlich, Sex im Sinne von wirklichem GV sah man …. gar nicht. Vielleicht mal bissel blasen, oder eine Hand zwischen den Beinen der Sub, oder ein Wand, oder die Fummeleien und Leckereien der zwei O’s auf dem Riesenbett, oder irgendein Spielzeug im Arsch des Subs aufm Gynstuhl…..aber eine Sub auf den Bock schnallen oder binden, mit allerlei Werkzeugen bearbeiten, und dann so richtig durchficken….das gab es nicht.

Deshalb wäre ich mir da etwas dumm vorgekommen, hätten wir uns in eine Nische verdrückt, und volle Pulle gevögelt. Ich denke, diesbezüglich war er doch vom Verlauf des Abends enttäuscht, und für mich, für die doch im Kopf SM und Sex fast untrennbar zusammengehört, war es so auch nicht das Gelbe vom Ei. Aber macht nix, ein schneller Blow- und Handjob in einem ruhigen Eck war doch drin, und nächstes Mal bei ihm daheim widmet man sich dann eben wieder mehr dem Thema Sex.

Fazit: schöner Abend, viel gesehen, nette Spuren, tolle Location, aber mit einem Begleiter, der weder ein wirklicher Dom noch Sad ist, nur begrenzt “sinnvoll”.

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