Safeword? No thanks.

I’m writing this blog post in English today, for a reason. Since I’ve joined Twitter, and it’s been a few years now, I’ve come across lots of arguments regarding the safeword in bdsm relationships. This discussion is being led on a rather emotional level and usually by English speaking accounts. It seems to me that in the English spoken Bdsm world, a safeword is regarded as a law. Carved in stone. And everyone who tries to explain that it’s NOT something mandatory on all occasions, gets a beating. The German spoken Bdsm world has a much different approach to this. Thus, the blog post in English.

*disclaimer* I’m not the bdsm lawmaker and I’m not holding the golden book of bdsm in my hands. Nevertheless, I will make an attempt to explain here why I don’t think too highly of a safeword.*

First things first. If you meet random strangers in some club, and play with them, or if you are in a brand new relationship of some sorts, and you just don’t know each other well enough, or if you are engaging in some kind of super extreme bdsm play that is – regarded from any kind of objective POV as plain stupid and irresponsible- then a safeword, or a hand signal, or a sound, may be a good idea.

In all other situations, in my opinion, it is not.

Why?

There are several reasons. Number one: Because if you insist on a safeword with a new partner to be on the safe side, and rely on it as your only safety net, you may be disappointed. An abuser, an asshole, a wannabe, a selfish guy will not stop just because you say so. Yes, technically, this is sexual abuse or even rape, but practically, you prove it if you are covered in marks anyway. Which you wanted and consented to.

Number two: Because you betray yourself of the chance to let go of control. I mean, TRULY let go. As long as you have a safeword, you are the one who holds the power. Every other definition is bullshit at the end of the day. You can hand the power and control over to your Dom all you want to, as long as you can get out of any situation that you really don’t want or think of as too painful or unpleasant with one small word, you are ultimately still in control.

Number three: The same goes for your Dom/me. Just the other way round. If he or she plays with you and you two explore, for example, impact play beyond a little baby pink ass cheek spanking, then he’ll always have at the back of his mind that if he dishes 5 more out, and even harder, you’ll cry your safeword and it’ll be over for tonight. So he won’t drive you right to that edge. Or a little further. Because….he can’t.

It keeps you two from getting to really deeply know each other. From trusting each other. It doesn’t, and shouldn’t, replace him becoming able to “read” you and your reactions. To develop this gut feeling for how much you can really take even if you don’t WANT to anymore.

It ruins your chances to REALLY push your limits. Including the pride once you’ve made it past a barrier. It is a dynamics killer.

And, all this said, if you are in a relationship and you can’t trust your partner enough to think they know how much you can take, and if he or she is unable or not willing to learn how to read you, or if you don’t feel safe with someone unless you have a safeword….then you probably shouldn’t be playing with that person, in the first place.

Perhaps this is the reason why this unholy safeword discussion always breaks out on Twitter? Home of online relationships that may be 9k miles away from a partner? And within Twitter, the accounts that regularly come up with a shitstorm against people with NO safeword, are often enough the ones who I suspect of never having had a Real Life bdsm relationship in their whole life.

But lecturing others, real life folks with sometimes decades of experience, out of your golden book of Twitter bdsm wisdom, from your mom’s basement, is a thing, right? 🙄

 

 

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Subs, Sklavinnen und Selbstbestimmung

Nun gut. Dann sind das hier nun die weiterführenden Gedankengänge vom letzten Post.

Vielleicht sollte man Subs und Sklavinnen unterscheiden. So wie ein Dom und ein Herr für mich zwei Paar Stiefel sind.

Aber wie? ich hab mal ne kleine Umfrage gestartet und fasse hier grob zusammen:

Vielleicht ist “Sub” einfach nur eine generelle Bezeichnung für eine Frau, die in irgend einer Form submissive Anteile in sich trägt. Vielleicht auch eher auf sexuelle Inhalte bezogen. Grob gesagt, eine, die Spass daran hat, beim Sex “unten” zu sein.

Davon gibt es gefühlte Millionen, zumindest auf Twitter. Wobei sich da auch schon die Spreu vom Weizen trennt.

Ich habe gefühlte 1000x Tweets gelesen wie “unterbuttern lass ich mich nie (mehr)!”

“wenn er mich ungefragt anspritzen will, dann darf ich ihn sicher auch anpinkeln!?”

“Ich schlucke nicht. weil das Scheiße schmeckt! Wenn er das nicht akzeptiert, dann tschüss!”

“Ein echter Dom nimmt seiner Sub keine Freiheiten. Sie darf tweeten, schreiben, sagen, tun was sie will.”

Sowas wäre dann maximal eine Möchtegernhataberleidernichtgereichtsub.

Dann wäre eine Sklavin demzufolge eine Frau, die auch außerhalb des Schlafzimmers, 24/7, Ds lebt bzw devot ist. Bei der das Herz mit dabei ist, und nicht nur die Muschi.

So sieht das ca. 1/3 der Befragten.

Andere, auch ca. 1/3, wiederum sehen das genau andersrum.

Eine Sub ist eine devote Partnerin, mit der man 24/7 was anfangen kann, im Alltag wie im Bett.

Während eine Sklavin sich auf alles Sexuelle beschränkt und keine gute Allroundpartnerin darstellt. Denn wie soll man mit jemandem Alltagsgespräche (fast) auf Augenhöhe führen, und ein gemeinsames Leben haben, wenn dieser jemand eigentlich nur ein willenloses, zu erniedrigendes Fickstück ist?

Dann gibt es noch das dritte Drittel. Die sagen, zwischen Sub und Sklavin ist eh kein Unterschied.

Ich deute das jetzt mal als “sind nur Bezeichnungen, da macht jedes Paar dann seinen eigenen Eintopf draus”.

Vielleicht stimmt das so auch am ehesten. 🤔🤔🤔

Viele Wege führen in den Kerker. 😉 Hauptsache, es fühlt sich richtig an, und man meint es ernst. Und diese gewisse “Grundsubmissivität” ist gegeben. Denn ohne die geht es nicht und die kann man auch nicht lernen.

 

 

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Einhorngedanken

Man soll ja immer gleich bloggen, wenn man gerade den Gedanken hat, weil er sonst -piff- wieder weg ist. Ich schaff es nie ohne Verzögerung, und versuche hier, die Gedanken der letzten Tage, Wochen, Monate zusammenzufassen.

Gestern wurde ich gefragt, was für mich eigentlich eine gute Sub ausmacht. Dann las ich noch den Post des Herrn Falbalus über den Grundgehorsam. Und gleichzeitig ist meine Timeline voll von Umfragen zum Thema Bdsm bzw Subtweets diverser weiblicher, nach eigener Aussage submissiver Accounts zum Thema Kontrollabgabe, Gehorsam, und zu respektierender Grenzen. Und zu guter Letzt ist da immer noch die Sache mit der Definition von Sub versus Sklavin.

Hm.

Was ist eine gute Sub? Wahrscheinlich für jeden was anderes. Den einen ist es wichtig, dass sie viel aushält. Den anderen, dass sie unterwürfig ist wie ein wohlerzogener Hund. Den dritten, dass sie genauso aussieht und sich gibt wie die Frauen in den Twitter gifs. Oder so.

Was ICH für eine Grundvoraussetzung einer guten Sub halten würde, ist die Offenheit und der gute Wille gegenüber den Ideen oder Plänen ihres Doms. Oder nenne ich es Willigkeit? Mimimi kann man immer haben, aber sie sollte bereit sein, sich auf die Dinge einzulassen. Klar muss dazu erst Vertrauen da sein, aber wenn man sich dann mal entschieden hat, dass man es mit diesem Dom wirklich probieren will, dann kommt halt irgendwann notgedrungen der Moment, in dem man die Kontrolle mal abgeben muss. (Und das auch WILL. Auch wenn es ganz und gar nicht so läuft, wie man es sich in bestimmten Situationen, oder für die Session wünscht. Sonst spielt man Sub, aber ist keine. Zumindest keine gute. Oder…..Sklavin??? Das zu erörtern, ginge aber hier zu weit. Das wird aber ein eigener Post.)

Auf jeden Fall finde ich mich hier – schwupps-  im Post vom Falbalus wieder, dem ich diesbezüglich uneingeschränkt zustimme. Nur halt von der anderen Seite aus betrachtet.

Grundgehorsam. Gutes Wort, das. Und gleichzeitig beschleicht mich das Gefühl, dass es ziemlich vielen selbsterklärten Subs genau daran mangelt.

Wenn ich meine Twitter-TL so durchscrolle, dann kann ich mich kaum retten vor mindestens sehr selbstbestimmten, oft aber auch trotzigen oder provozierenden Subtweets oder Umfragen oder Konversationen bezüglich Regeln, Tabus, Kontrollabgabe, Gehorsam.

Es scheint so, als ob diese Frauen sich einbilden, wahnsinnig gerne eine Ds-Beziehung haben zu wollen, aber zu ihren Bedingungen. Bzw, eigentlich zu den Bedingungen einer Vanillabeziehung auf Dauer-Augenhöhe. Abgesehen vom Sex. Der darf mit Haareziehen sein, und bissel härter. (Auch das kommt in den gesonderten Post)

Vielleicht ist es ja auch so, dass es eben einen himmelweiten Unterschied gibt zwischen einer Sub und einer echten Sklavin im Herzen. Und auf Twitter alles in einen Topf geworfen wird, zusammen mit ein paar sexy Fotos, geilen schwarz-weiß-bdsm-Gifs, den typischen, dummdommeligen 08/15-Sprüchen, und dann 3x umgerührt wird, und das ist dann unser devoter Traum.

Ich fühle mich auf jeden Fall manchmal wie ein Einhorn. Ein altes Einhorn. Oh. 😉

 

 

 

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Pampersgate

So. Ich schreibe jetzt mal ein paar kurze Einträge nacheinander, jeweils mit einem bestimmten Thema, das mich durch die eine oder andere Begegnung auf Twitter, immer wieder umtreibt.

Die einen werden es lieben, die anderen werden es unmöglich finden. Oder intolerant. Oder anderweitig schlimm. Ja, ich habe lange darüber nachgedacht, und ja, das ist meine Meinung. Diskutieren werde ich nichts davon.

Fangen wir mal mit den Windeln an. Adult child. DDlg. Das ganze age play-Ding.

Klar kann man sagen dass das einzig wichtige im Bdsm ist, dass die Spielpartner ihre Zustimmung geben und von mir aus noch RACK und gut. Mehr geht niemanden was an.

Das kann man meinetwegen so sehen, in Bezug auf die allermeisten Dinge. Man möge sich die Titten an den Holzboden nageln lassen. Als Latexpferd verkleidet den Karren durchs Dorf ziehen. Kätzchen spielen. Sich gegenseitig vollscheißen. Sich schwarzliladunkelblau prügeln lassen. Sich….whatever.

Ist euer Körper. Ist eure Gesundheit. Ist euer Bier.

Aber das gilt definitiv NICHT für dieses gottsjämmerliche age play little girl adult child-Ding. Es geht ja eigentlich schon mit den Schuluniformen an. Ihr spielt also ein Schulmädel, bzw ihr fickt gern eine, die so tut als wär sie 12, 13, 14 Jahre alt.

Ah ja. Supi.

Und von da ab wird es immer “jünger”. Was hab ich schon an Bildern/gifs mit Frauen in rösa glitzi Kinderklamotte gesehen, mit Buffyschwänzen, Plüschteddy im Arm und Schnuller im Mund. Den sie nur rausnimmt, um einem Typen den Schwanz zu lutschen. Mit umgebundenem Lätzchen, versteht sich.

Merkt ihr was? Wollt ihr da euch allen Ernstes auf Toleranz berufen? Also bitte.

Und der absolute Gipfel der Perversität sind die Windelbabys. Lassen sich wickeln, an der Muschi eincremen, und dann kommt der liebe Papadaddy und zückt den Hitachi und bringt die kleine Babyschlampe zum Schreien, bevor er sie an ihrer Windel vorbei kräftig durchfickt.

Wobei man da nicht so genau weiß, wer kränker ist. Das Baby oder der Mann, der nen Ständer bekommt wenn sein Mädel in die Rolle eines kleinen Kindes schlüpft. Ich tippe auf zweiteres.

Liebe Leute, es gibt eine Grenze. Für mich zumindest. Auch im Bdsm, wo ja für manche anscheinend generelles laissez-faire gilt, ganz egal wie deppert. Die Grenze ist vielleicht keine juristische, aber eine ethische. Eine moralische. Ein gesellschaftliches no go. Und aus gutem Grund.

Und so zu tun als wäre man ein Baby oder Kleinkind, bzw ein Erwachsenenbaby zu ficken, und bei der Vorstellung scharf zu werden, ist sowas von krank, dass der nächste Weg zum Psychotherapeuten führen sollte anstatt zur Wickelecke.

Spätestens, wenn ihr selbst Kinder habt, sollte auch nur der Gedanke daran euch selber so dermaßen zum Kotzen falsch vorkommen, dass es euch den Magen umdreht, und ihr sämtliche Riesenbabyoutfits für immer und ewig in die Tonne tretet.

Wenn man DAS nicht sehen kann oder nicht kapiert, und auf Twitter diese kranke Scheiße vor sich hinpostet, dann tut es mir Leid. Dann tun DIEJENIGEN mir Leid.

*kopfschüttel*

 

 

 

 

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