Ritter, Pferdchen und Gerten Teil 2 – die SRD

Spoiler: Wer hier auf tonnenweise Sessions und heißen Sex wartet, der wartet vergeblich. Das war keine ausgewiesene Spielparty, sondern eine Flaniermeile, ein Sehen und Gesehenwerden, eine Möglichkeit, sich aufzudonnern und Gleichgesinnte zu treffen, und auch ein bisserl zu spielen oder seinen voyeuristischen Tendenzen zu frönen.

Die Taxifahrt war angenehm und stressfrei und schwupps , €17 plus Trinkgeld später standen wir 50 m vom Lovelace entfernt auf dem Gehsteig. Alle paar Sekunden liefen aufgestylte Leute vorbei, und irgendwo unter Mänteln und Jacken blitzten Netz, Leder oder Spitze hervor, oder diverse High Heels oder Boots in rotem oder schwarzem Lack. Da wusste man dann immer schon, wo die hin wollten.

Der Eingang war bemannt vom Türsteher im Smoking, der darauf achten sollte, dass keine zugesoffenen Turnschuhträger reinkamen, nehme ich an. Die Garderobe und der eigentliche Einlass waren die breite Treppe hoch, im 1. Stock. Also…nach oben.

 Die Schlange für die Garderobe war so ellenlang, dass sie den kompletten Gang runter reichte, was für viele Lacher und Kommentare, und als gefundenes Fressen für Small Talks unter den durchwegs gut gelaunten Wartenden sorgte. Es war in dem Gebäude auch sehr warm, was erstens gut war, weil frieren in einer Venue scheußlich ist, und zweitens weil sich die Gäste in der Schlange praktisch sofort die Mäntel vom Leibe rissen. Was da drunter zum Vorschein kam,  war sehr……interessant 😉

Der Ritter hatte mir ja schon ins Korsett geholfen, und war ausgesprochen angetan von meinem Outfit. Dort in der Warteschlange scannte ich dann unauffällig die Damen vor und hinter mir, und uff, mein Outfit war perfekt passend für den Abend. Korsett, Vokuhilarock, ein Hauch Goth, ein Hauch Steampunk, Halterlose mit breitem Rand aus Spitze, schlichte Wildlederstiefel, hoher Pferdeschwanz, der tolle Halsschmuck aus Metall, und ein String in matter Lederoptik. Den hätte es nicht gebraucht, aber der Rock war vorn extrem kurz, ich wollte auch mal sitzen, soweit das Korsett dies zulassen würde, und das war kein O-Event, wo man seine Fotze unbedingt permanent der (Männer)Welt präsentieren muss. Und der Ritter hatte ja schon gesagt, dass er das Teil eh nicht als Hindernis empfinden würde. Also, alles gut. 🙂   

Und….es wurde schon in der Garderobenschlange klar, warum ich mich auf solchen Events so wohl fühle. Es gab Lack, Leder, Latex, Netz, Rüschen, Spitze, Glitter, Glamour, Federn, Lämpchen, Masken, Krinolinen, Korsetts und Geschirre….Der hauptsächliche Altersdurchschnitt dürfte bei 35 bis maximal 55 Jahren gelegen haben, wobei auch viele jüngere und auch ältere Semester da waren. Aber man hatte weder den Eindruck, die Rentnerin auf der U30-Party zu sein, noch, den Altersdurchschnitt im Alleingang senken zu müssen. Und: wie immer bis dato, gab es die komplette Bandbreite an Körpern bzw Formen. Lang, sehnig, dürr, schlank, kurvig, dick, seeeehr dick. Und von ellenlang bis winzig, und von ultrablass bis solariumsgegerbt und von null Piercings bis Nadelkissen und von null Tattoos bis Wandteppich. Und niemand starrte jemand anderen blöd an oder lästerte, weil der oder die keine Twitterpost-taugliche Modelfigur besaß und trotzdem in knappen, engen, kurzen Fummeln rum lief. Ich liebe das. ❤

Während ich so vor mich hin sinnierte, kamen wieder zwei Leute für die Garderobenschlange an uns vorbei, um sich einige Meter hinter uns anzustellen, während wir langsam nach vorne rückten. Eine Frau im -sehr- kleinen Schwarzen hatte ihren Sklaven im Schlepptau. Er trug einen Halsreif aus Metall, samt O-Ring, aber dort war die Leine nicht befestigt. Sondern an einem der unzähligen, teils mit Glitzersteinchen besetzten Piercings an seinem -halbsteifen- Schwanz, an dem sie ihn forschen Schrittes hinter sich her zog. Ok, ich bin doch ein Landei und war zu lang nicht auf Fetisch/bdsm Events. Bloß nicht ungläubig starren. Cool bleiben, äh, was wollte ich nochmal zum Ritter, der halb mit dem Rücken zum Gang stand, und davon nichts mitbekommen hatte, gerade sagen? Ach ja…….Übrigens gab es ziemlich viele Femdom-Paare an diesem Abend.

Dann waren wir endlich vorne, und konnten die Jacken abgeben. Freiheit! Drinks!!

Wir kämpften uns an die nächste freie Bar durch und bestellten erst einmal ein Bier. Schließlich war weder eine Session geplant – für die Alkohol ein absolutes No-go wäre !!!- NOCH musste einer von uns fahren. Dann begannen wir, uns umzusehen. Die Tatsache, dass ich bei jeder Gelegenheit seine Hand um meine (im Korsett sogar vorhandene) Taille oder auf meinem Rücken oder auf meinem Arsch spürte, registrierte ich sehr erfreut. Oder anders gesagt, ich habe einen solchen aufgestauten Mangel an Streicheleinheiten, dass es nicht mehr feierlich ist. (Lasse sie aber höchst selten zu, weil sie eben für Zuneigung, Vertrautheit und Emotionen stehen, und falsche Erwartungen wecken und Verletzlichkeit riskieren könnten. Süchtig machen. Verwundbar machen. Vor allem, wenn es ums Küssen geht. Ums in den Arm nehmen. Ums Hand in Hand gehen, samt Fingerstreicheln usw. Das ist nicht One Night Stand-Gedöns. Das ist nicht Partyabend plus Fun Fuck. Das ist auch nicht reine Spielbeziehung. Das ist Teufelszeug.) Aber bei ihm machte ich eine Ausnahme. Was auch immer dieser Mann mit mir machte, ich mochte es. 

Die Location bestand aus mehreren Stockwerken, samt Lift und Treppenhäusern, mit einer 4-stöckigen Gallerie in der Mitte, und mehreren verschieden großen Räumen, die entweder Dancefloors oder Play Areas waren, und “Ausbuchtungen” bzw Ecken, in denen die Bars und Sitzgelegenheiten lagen. Am Ende der jeweiligen Stockwerke ging es auf den großen Balkon bzw die Dachterasse als Raucherbereiche, arschkalt trotz Heizpilzen, aber mit sensationellem Blick über die Altstadt. ❤   Und direkt hinter der Garderobe waren 6 oder 8 Umkleidekabinen für die, die sich erst im Lovelace umziehen wollten. Diese Kabinen waren, sagen wir mal, später noch sehr universell einsetzbar mit dem Stuhl darin und dem schwarzen Vorhang davor. Hab ich gehört. 😎 Wahrscheinlich konnte man vom 3. Stock aus von oben spannen, wenn man die Gallerie runterguckte, aber was soll’s.

Irgendwo in diesem Gewirr fand der Ritter dann Bekannte, ebenfalls ein Paar, bei dem der Er das Halsband trug, und zwar in Form eines Ferntrainers, eigentlich für Hunde. Es machte ihr (? ich bin mir bis heute nicht ganz sicher) sichtlich Spaß, ab und zu aufs Knöpfchen zu drücken und ihn zucken zu sehen. Sah lustig aus, gnihihi. Wir liefen weiter, und endeten auf einem der Dancefloors. Der mich sehr an meine lang vergangenen Clubnächte in London, zwischen Depeche Mode, NIN und Rammstein, erinnerte. Nur mit ein paar Quadratzentimeter mehr Stoff. Und vielleicht war die Hand der damaligen Begleitung nicht ganz so offensichtlich zwischen meinen Beinen. Ich kann mich gar nicht erinnern….😇

Wir machten einen Abstecher auf den Raucherbalkon, mit Umweg über eine der Play Areas. Ganz schön gestaltet, in pink-lila Licht, ausstaffiert mit Metallmöbeln und Kreuzen aus Edelstahl. Am späteren Abend spielten dort auch einige Leute, aber wir wollten nicht draufstarren, und schlängelten uns zwischen zwei oder drei nackten Tatsachen hindurch Richtung einer ruhigen Ecke im Playroom, bevor wir in eine der Umkleiden wechselten, wo ich dann noch meinen kleinen Hunger stillte. 

Übrigens, liebe Veranstalter: ein klitzekleiner Vorrat an Snacks, Fingerfood oder überhaupt irgendwas Essbarem hätte nicht geschadet. Es gab viele Leute, die ab Mitternacht oder 1 Uhr ein Hüngerchen hatten, und ein paar Pappteller mit Spekulatius für 750 Leute+ waren eher dürftig.

Lange Rede, kurzer Sinn, es war ein Fest der Farben (na ja, schwarz), der Materialien, der Kostüme und Outfits, der Opulenz, und des Sehens und Gesehenwerdens. Mit Haut und Haaren, Sex und Erotik, Spaß und auch Spiel.

Um ca. 3 Uhr verschwanden wir zum Taxistand und zurück ins Hotel, wo wir zu müde zum Spielen, aber zu geil zum Schlafen waren. Verdammt. 😂

Nach sehr wenig Schlaf, Dusche und endlich was zu Essen (aka Frühstück) fuhren wir dann wohl oder übel Richtung Alltag und Heimat. Ende offen. Weiteres Treffen geplant.

Gerne wieder. ❤

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Ritter, Pferdchen und Gerten

Teil 1

Der Partybericht. Das “Fast-Blind”-Date mit dem “Ritter” (also dem Mann, den ich vor über 3 Wochen im Joy kennengelernt habe. Und spontan beschloss, mit ihm ein Erst-Date zur Sub Rosa Dictum zu haben.) Die Zusammenfassung der Rückkehr ins Nachtleben. Etwas wund, und ziemlich übermüdet, aber sehr zufrieden mit mir und der Welt.

Ausnahmsweise überpünktlich, fand ich auf Anhieb einen kostenlosen, guten Parkplatz für mein Auto am vereinbarten Ort, wo der Ritter mich abholen würde, um mit nur einem Auto nach München weiterzufahren. Es war zu warm für Schnee, ich hatte tatsächlich nichts vergessen einzupacken, und all meine Sachen in einen kleinen Koffer bekommen.

So weit, so gut. Ich vertrieb mir die gute Viertelstunde Wartezeit auf ihn mit Twittern und WA, bemüht, die allmählich extreme Nervosität zu unterdrücken. Wieso mach ich nur immer sowas? Wieso treffe ich neue, unbekannte Leute? Ich bin doch schüchtern, Herrgott. Wieso bleib ich nicht einfach daheim, und twittere fleißig zum Thema Bdsm? Und dann noch eine Clubnacht. Ja, früher, in London, bin ich jedes Wochenende um 4 Uhr morgens aus irgend nem düsteren, abgefuckten Rock Club gefallen. In PVC-Tops, Fishnets, Shorts, Boots….aber da war ich 20 Jahre jünger und sicher 10 kg leichter. Verdammt. Und dann noch die Sache mit dem Ritter…

Ein Auto fuhr an meinem vorbei, wendete, und stoppte. Und da war er dann, der Ritter. So, wie er sich beschrieben bzw gezeigt hatte, und ohne vorherigen Foto-Beschiss. Wir begrüßten uns mit Wangenbussi und einer herzlichen Umarmung, die sich gut anfühlte und nicht im entferntesten falsch oder gekünstelt. Wir grinsten uns an, und weil er sowieso raucht -wenn auch nicht viel- und ich nervös war, und beschlossen hatte, dass meine Gesundheit eine Partynacht alle heiligen Zeiten mal auch aushalten muss, rauchten wir eben erst mal eine, und dann trug er ritterlich meinen kleinen Koffer zu seinem Auto und bemerkte noch, dass ich kleines Gepäck hätte als Frau, und für so eine Party. Jaja, liefere mir nur Steilvorlagen für zweideutige Konter. 😉

Wir hatten viel zu reden auf der Fahrt nach München. Unterbrochen von einer Raststättenpause, um den letzten Kaffee  wegzutragen und neuen mitzunehmen.

Ab und zu fragte er mich, ob ich noch sehr nervös wäre, und seine Hand wanderte irgendwann zu meinem Knie. Auch das fühlte sich gut an und nicht gezwungen. Sogar so natürlich, dass ich meine Hand darauflegte. So etwas zu tun hat für mich Seltenheitswert, und ich bin da auch sehr zögerlich normalerweise. Das hat nichts mit Sex oder Spiel zu tun, sondern mit Nähe und Vertrautheit, und sowas ist emotionales Teufelszeug. Mit diesem Vertrautheitskram öffnet man die Büchse der Pandora. Tja nun.

Aber er hatte mir ja schon im Vorfeld gesagt, dass er mit mir auf diese Party möchte, und wir einfach eine gute Zeit haben sollen. Alles kann, nichts muss, und wenn es für mich nicht für mehr passt, dann wäre das auch kein Problem. Kein Zwang, kein notgeiles Rumgeschwanzel. Die gegenseitige Sympathie, die für mich selbst zu ONS einfach notwendig ist, die war allerdings da.

Im Hotel angekommen, parkten wir in der Großgarage darunter (10€ für die Nacht, ein Münchner Schnäppchen), und nahmen unser Zimmer in Beschlag. Es war eins der vielen Ketten-Hotels rund um die Messe, deshalb endeten wir in einem sehr schönen Zimmer, in dem man es sehr gut aushalten konnte. Vorher bestellten wir noch ein Taxi in die Innenstadt für 22 Uhr. An einem Samstag Abend selbst direkt in die Innenstadt zu fahren, und dort einen Parkplatz zu finden, das wäre eine saudumme Idee gewesen. Vor allem, wenn das Taxi  gerade mal 17€ kostete, völlig stressfrei.

Die Location der  SRD war das Lovelace, ein wunderschönes Stadtpalais/Hotel, eine der tollen Altbauten in der Innenstadt, einen Steinwurf vom “Bayrischen Hof” entfernt. (Ich liebe München als Stadt ja heiß und innig, muss dort aber auch keine Miete bezahlen, oder mit Kind und Kegel Tram fahren, oder Einkäufe 4 Stockwerke ohne Lift hochschleppen, oder abends nach der Arbeit einen Parkplatz suchen. Ich bin ja “Tourist” und dafür ist München um Königsplatz, Prinzregentenstraße, Schwabing, Odeonsplatz, Viktualienmarkt, Gärtnerplatz und Glockenbachviertel herum einfach ein wirkliches Juwel.)

Nun denn. Im Zimmer angekommen, kam das Ding mit der Nervosität wieder. Herrgott nochmal, ich bin doch kein Teenager, aber könnte trotzdem nie diejenige sein, die den ersten Schritt macht. Rotwein. Gute Idee.

Ich war froh, dass der Ritter das innerliche Rotieren durch einen langen, sehr schönen Kuss einfach beendete. Und wenn man mich im Genick still hält, und mir die Entscheidungen ab diesem Punkt einfach abnimmt, dann bin ich darüber alles andere als unglücklich. Und dass er mich irgendwie lesen kann, und ein sehr gutes Gespür für sein Gegenüber hat, kam auch gleich durch. “Du bist ein totaler Kopfmensch, nicht wahr? Wir müssen versuchen, deinen Kopf abzuschalten. Der rotiert gerade noch.” Sprachs, legte sich aufs Bett, und klopfte auf die Stelle neben ihm. 

Hier könnt ihr jetzt Porno Content einfüllen, wie ihr wollt. 😉 Auf jeden Fall wurde der Wein immer weniger, und das “Kennenlernen” so deutlich und allumfassend intensiviert, dass es völlig lächerlich gewesen wäre, zukünftig noch irgendwie nervös oder scheu zu sein. Und zack, war es eineinhalb Stunden später, und höchste Zeit, zu duschen und sich zu stylen.

Er war natürlich deutlich schneller als ich, und half mir mit geschickten Fingern beim Schnüren des Korsetts. Meins war eines, das hinten hochgeschlossen bis zum Nacken ist. Sowas bekomme ich nicht ohne Hilfe ordentlich geschnürt. Beim Höschen befand er, dass es saukalt sei, und wenn er an dem Teilchen vorbeiwollte, würde das eh kein Problem darstellen, da mein Rock ja vorn eh nur bis zu den Spitzenrändern der Strümpfe ging. Bei den Schuhen entschieden wir uns für die flachen, schlichten, wadenhohen schwarzen Wildlederstiefel. Erstens passten sie super zum Outfit. Und zweitens findet er es furchtbar, wenn Frauen den halben Abend spürbare Scheißlaune haben, oder kaum wohin laufen wollen, weil ihnen in den 15-cm-Fetischhacken die Füße so weh tun. Auch ist er nur wenig größer als ich, und hat vielleicht auch deshalb kein unbedingtes Interesse an einer 10 cm größeren Begleitung. Wer weiß.

Und dann war da noch die Halsbandfrage. Dass ich zumindest und für’s Erste an diesem Abend die Seine wäre, fühlte sich gut und richtig an. Also Halsband. Er hatte 3 selbst geschmiedete Metallbänder dabei, allerdings waren die wohl vor mir um Schwanenhälse geschlossen. Sprich, die Dinger hätten mich erwürgt. Blieb noch ein zwar nicht selbst geschmiedeter,  aber trotzdem wunderschöner asymmetrischer Halsschmuck aus irgendwas mit Aluminium gefertigt, den er weit genug auf-  und dann wieder um meinen Hals zubog, und der perfekt mittig oben auf dem Dekolleté endete, und der auch mehrmals auf der Party gelobt und bestaunt wurde.

Und um Punkt 22 Uhr stiegen wir , in dicken Mänteln, die das Outfit großteils verbargen, ins Taxi….

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Party night

Nun denn. 

Haarfarbe passt, die 5 kg sind immer noch nicht mirakulös  verschwunden, nichtsdestotrotz bin ich gewaschen, rasiert, gebürstet und gestriegelt, und auch die Krallen haben ihren Anstrich erhalten. 

Die Post lahmt und hat Paket 2 nicht mehr rechtzeitig geliefert, das heißt, es wird definitiv das Steampunk-artige Korsett mit entweder tatsächlich dem Vokuhila-Rüschenteil oder einem ichweißauchnicht. 😂

Also, Tasche packbereit. Alles gut.

Wozu, mag sich der geneigte Leser fragen? Ganz einfach:

Weil nach fast 2 Jahren ohne Club- oder Partybesuch heute Abend die Rückkehr ins Partyleben angesagt ist. Sub. Rosa. Dictum.

Wenn schon, denn schon.

Allerdings, sonst wäre ich nicht ich, befinde ich mich seit 2 Wochen in einem Zustand zwischen Vorfreude und unterschwelliger Panik.

Denn ich habe meine Partybegleitung, den “Ritter”, (ich geh da ja nicht allein hin!) noch nie getroffen. Nicht mal zum Kaffee. Der Kontakt kam übern Joy zustande, und ein paar hin-und her geschickte Komplimente. Und als wir angefangen haben, zu schreiben (soweit muss man bei mir erst mal kommen), da stellte sich schnell heraus, dass wir von Anfang an super miteinander konnten. Die Chemie stimmt, unser Blickwinkel auf bdsm stimmt super überein, es gab nicht eine Minute “uncomfortable silence”, schriftlich wie telefonisch, Fotos (mit Klamotten) gingen hin und her, und er hat es tatsächlich und unglaublicher Weise geschafft, volle 3 Wochen nichts dämliches zu sagen oder zu tun. Im Gegenteil.

Und weil wir beide gern weggehen, Zeit hatten, und da spontan sind, haben wir beschlossen, einfach so zusammen auf die SRD zu fahren. Karten besorgt, Zimmer besorgt, und zack.

Den Rest wird man sehen. Und da beginnt mein Kopf zu rotieren. Weil eben.

Der Super-GAU wäre, dass wir aufeinander zu gehen und beide “oh no” denken. Dann wäre die Party doch als Einzelpersonen, und das Zimmer doof. Aber das glaube ich nicht.

Vielleicht wird das hier einfach eine geile Partynacht, mit viel zu gucken, und null Spiel, und man trennt sich freundschaftlich und bleibt für solche Aktionen in Kontakt.

Vielleicht bleibt die Chemie so gut wie bisher, und es kommt zu was auch immer. Mit Dynamik, und Halsband für die Nacht. Von IHM. Weil der halt weiß, was sich gehört. Und hinterher wird es trotzdem nicht fortgesetzt.

Und ganz vielleicht merken wir, dass das mit uns passt wie Arsch auf Eimer, und ich komme zu einem festen Sad/Dom für eine langfristige Spielbeziehung. Wenn da auch schon wieder die Entfernung plus meine Arbeitszeiten und monatelang kaum vorhandene Freizeit ein Knackpunkt wären.

Und im allerbesten Fall würde ich meinen neuen Herrn finden.

Tja nun. Viele Optionen, wenig Zeit. Tick tock, 3 Std bis Abfahrt. Dann mach ich jetzt mal das, was mir immer am schwersten fällt:

Einfach genießen, loslassen, den Moment leben ohne Gegrübel über tausend Sachen, die alle weder wichtig noch spruchreif sind, und die Dinge auf mich zukommen lassen, ohne mir selbst den Spaß zu verderben.

Alles kann, nichts muss. 

In diesem Sinne, lasst krachen. 😊

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