Wertschätzung

Der Bluterguss an meiner Brust ändert täglich die Farbe.

Einerseits bin ich darüber traurig, weil er hart “erarbeitet” war, und mich viele Tränen gekostet hat. Und, weil das gelb-lila echt scheußlich ausschaut. Krank anstatt gut.

Wobei “gut” natürlich relativ ist. Es gibt sicher viele Leute da draußen, die dieses Ausmaß an Blutergüssen ziemlich heftig bis ZU heftig finden.

Ich gebe zu, DAS hatte ich bis jetzt noch nie. Und ja, es war heftig, vom Schmerz her. Mein lieber Schwan…

Und ich brauchte einen Tag oder zwei, bis ich mich an den Anblick im Spiegel gewöhnt hatte. Ab einem gewissen Punkt kommt halt doch kurzfristig der Gedanke auf, dass man plemplem ist, wenn man sich so hart schlagen lässt. Das kann ich nicht verhindern.

Vielleicht ist das meine Art des Sub Drop? Ein Tag, an dem ich ziemlich dünnhäutig und sehr Emo bin, und ein bisschen mit mir kämpfe.

Andererseits ist einen Tag später dann alles gut, und ich fühle mich stark, ausgeglichen, stolz seine Spuren zu tragen und meine Grenze wieder ein kleines bisschen verschoben zu haben. Aufrecht, mindestens 5 cm größer. 😉

Ich bin halt maso, und komme zum ersten Mal hart an meine Grenzen.

Ich glaube, was den Unterschied macht, was mich trägt, was es mir ermöglicht, weiter zu gehen und mehr auszuhalten als je zuvor, ist die Wertschätzung und die wunderbare Aftercare, die ich bekomme.

Ohne das alles geht halt einfach vergleichsweise wenig. Und eigentlich sollte ohne Wertschätzung sowieso GAR NIX laufen.

Man lernt aus Fehlern, aus Erfahrungen und aus Eindrücken, und das ist gut so.

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