@EmEmBDSM fragt “Wie empfindest du den Begriff “unterwürfig”?

Tja nun. Meine erste Reaktion war, bzw wäre es noch vor 2 oder 3 Jahren gewesen, mit aufgestelltem Nackenfell tief Luft für einen Rant zu holen. Weil igitt. Und geht gar nicht. Und das Bild, das man im Kopf hat, von irgendwelchen Hunden, die sich auf den Rücken legen und Unterwürfigkeit demonstrieren.

Aber, aus heutiger Sicht betrachtet….ist das wieder mal so ein Begriff, bei dem es sehr stark auf das Gegenüber ankommt. Ich meine, unterwürfig und devot und submissiv kann man alles in einen Topf werfen, aber unterwürfig klingt halt irgendwie krasser. Kommt aber aufs Gleiche raus für mich. Nämlich, dass man sich eben unterwirft, sexuell auf jeden Fall, und vielleicht auch darüber hinaus, und deshalb ist man halt “unterwürfig”.

Ich finde den Begriff nicht toll, weil ich devot lieber mag, aber wenn man die Definition googelt, kommt auch da dasselbe raus. Und auf mich persönlich bezogen, stimmt es ja auch. Nur, dass in den Genuss, mich unterwürfig zu erleben, halt noch lange nicht jeder kommt 😉 Wenn aber, dann bin ich es nicht nur im Bett (oder auf dem Boden vor der Couch ;)), sondern auch im Alltag bzw während des gesamten Treffens, und darüber hinaus. Was ER sagt, mache ich, wie ER will, ziehe ich an, und meine im Alltag gern und oft praktizierte Widerrede existiert nicht. Befehle werden ausgeführt, und die Positionen, in denen ich geparkt bin, vom Sitzen zu seinen Füßen auf dem Boden bis hin zum guten alten Gesicht auf den Teppich, Arsch hoch, sind die Essenz von “unterwüfig”.

Also, mit dem Begriff habe ich keine Schwierigkeiten. Ich würde es nur niemandem empfehlen, mich von oben herab so zu nennen, ohne dass er das von mir aus auch darf 😉

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One thought on “@EmEmBDSM fragt “Wie empfindest du den Begriff “unterwürfig”?

  1. Ich hielt von dem Begriff auch immer sehr wenig. Ich vermied es, das Wort überhaupt zu benutzen, tat ich es doch, dann fügte ich mindestens immer hinzu, dass man sich ja trotzdem auf Augenhöhe begegnet. Ich denke das tat ich, um das auszuhalten und zu akzeptieren. Für mich hatte es also immer damit zu tun, dass ich das nie wirklich angenommen hatte. So zu sein. Aber mittlerweile denke ich ein bisschen anders. Denn du sagst es ganz richtig, es kommt immer auf das Gegenüber an. Und devot ist nicht gleich Sklave. Man kann sich auch im Alltag gerne unterordnen und dabei ein charakterstarker Mensch bleiben. Man entscheidet, wem man das schenkt. Und in meinem Fall: wer es wert ist. Dass er einen so schwach sehen darf.
    Liebe Grüße

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